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Baupläne in Burghausen werden konkret

Lindacher Hof soll fünfstöckig werden - 2. Bürgermeister freut sich über „super Investition“

Das Hotel „Lindacher Hof“ in Burghausen soll um zwei Vollgeschoße und um einen zusätzlichen Frühstücksraum auf dem Dach in die Höhe gezogen werden. 
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Das Hotel „Lindacher Hof“ in Burghausen soll um zwei Vollgeschoße und um einen zusätzlichen Frühstücksraum auf dem Dach in die Höhe gezogen werden. 

Die Besitzer und Betreiber eines prestigeträchtigen Hotels im Zentrum von Burghausen wollen investieren. Pläne zur Aufstockung des „Lindacher Hofs“ gibt es schon länger. Nun soll es bald ernst mit der Umsetzung werden. Im Stadtrat am 19. Januar wird das Vorhaben umfangreich präsentiert. Einen Vorgeschmack gab es bereits beim Bauausschuss am 12. Januar. Der 2. Bürgermeister Norbert Stranzinger (CSU) ist „begeistert von der Idee“.

Burghausen - „Es freut mich persönlich sehr, dass hier im Zentrum unserer Stadt die Familie Deutzer-Mayer privat investiert“, zeigt sich Norbert Stranzinger regelrecht begeistert. Die Bauanträge für den Lindacher Hof sind offiziell bei der Stadt Burghausen eingereicht und kommen nun zur Genehmigung auf die Tagesordnung. Wie im Fall des geplanten Bike- und Skateparks wird das Projekt beim Stadtrat am 19. Januar umfangreich präsentiert.

Hier geht es beim Stadtrat am 19. Januar auch um den Lindacher Hof: Multifunktionaler Stadtsaal Burghausen.

Die Pläne zum Um- und Ausbau des Traditionshotels Lindacher Hof im Zentrum von Burghausen liegen schon lange in der Schublade - innsalzach24.de berichtete im Oktober 2019 darüber. Kurz danach begann die Corona-Pandemie. Nun nehmen die Eigentümer einen neuen Anlauf. Einen strengen Fassadenschutz wie in der Altstadt gibt es zwar in der Mehringer Straße nicht, doch „die Familie Deutzer-Mayer hat signalisiert, dass sich die Neugestaltung der Fassade harmonisch ins Stadtbild einfügen soll“, so Stranzinger. Es sei „auch kein Problem, in die Höhe zu bauen“.

Gegen den Trend - DEHOGA spricht von „Storno-Krise“ und wirbt fürs Impfen

Definitiv ist es ein Zeichen, in schwierigen Zeiten für das Hotel-Gaststättengewerbe Grünes Licht für einen Neu- bzw. Umbau zu geben. Angela Inselkammer von der DEHOGA Bayern hatte erst kürzlich gewarnt: „Allein die Diskussion über Omikron hat über Silvester eine extreme Storno-Welle verursacht, zugleich fehlen der Branche Planungssicherheit und Perspektiven für das neue Jahr“.

Gleichzeitig wirbt die DEHOGA für die Impfkampagne: „Als Gastgeber in werden wir nur dann dauerhaft Fortbestand haben, wenn wir mit dem Virus zu leben lernen; dazu gehört die Impfung. Diese muss für alle kommen, das zeigen andere Länder eindeutig“, so Inselkammer. Es gehe um 447.000 Arbeitsplätze in der Hotel- und Gastro-Branche. Das 2G-Ausschlussprinzip - und der vorübergehende Lockdown 2020 - haben viele Betriebe hart getroffen.

Gutachten: Alle Lärmschutz-Grenzwerte werden unterschritten

Notwendig war im Vorausgang der Bauanträge ein Lärmschutz-Gutachten. Das hat der Lindacher Hof bestanden.

Stellungnahme der Immissionsschutzbehörde im Landratsamt Altötting im Wortlaut

„Aus immissionsschutzschutzfachlicher Sicht ist für die Änderung des B-Plans darzulegen, ob sich ein um drei Stockwerke höheres Hotel mit Tiefgaragenzufahrt und Terrassen in die vorhandene städtische Umgebung einfügt und die Zielvorstellungen der DIN 18005 erfüllt werden.

Die Untersuchungen/Berechnungen von Müller BBM zeigen, dass mit der Aufstockung des Hotels für das umliegende Gewerbe keine neuen Immissionsorte entstehen, die zu Einschränkungen dieser führen würden, wobei die Einhaltung der Richtwerte nach TA Lärm für die bestehenden Immissionsorte vorausgesetzt wird.

Zur Sicherstellung wird eine Festsetzung zum fugendichten Verschluss des Gebäuderücksprungs im 4. Obergeschoss im Bereich der Loggia vorgeschlagen. Die vom Hotel ausgehenden Lärmimmissionen (Anlieferverkehr PKW- und LKW-Verkehr, Tiefgaragenabluft, Klimageräte etc.) unterschreiten tagsüber und nachts die nach TA Lärm geltenden Richtwerte um mindestens 6 dB(A).

Untere Immissionsschutzbehörde

Planungsverfahren läuft bisher reibungslos

Laut Informationen des Bauamts der Stadt Burghausen wird „damit der durch den Bebauungsplan Nr. 8b hervorgerufene Lärmschutzkonflikt im Bebauungsplanverfahren ausreichend gelöst“. Die verbleibenden Lärmschutzprobleme sollen im Baugenehmigungsverfahren bearbeitet werden. „Sie brauchen nicht schon auf der bauleitplanerischen Ebene einer abschließenden Lösung zugeführt werden“, so das Bauamt.

Zur Beurteilung konkreter passiver Schallschutzmaßnahmen werde „die Stadt Burghausen als untere Bauaufsichtsbehörde die Untere Immissionsschutzbehörde im Baugenehmigungsverfahren beteiligen“.

Geschäftsführung des Hotels sehr vorsichtig und abwartend

Auf Nachfrage konnte innsalzach24.de in Erfahrung bringen, dass die bei der Stadt Burghausen eingereichten Bauanträge für die Erweiterung zunächst eine reine Formalität darstellen. „Mit Blick auf die wirtschaftliche Gesamtsituation und die schwierige Lage der Hotel- und Gaststättenbetriebe in Bayern generell, können wir zum Zeitplan der Umsetzung von Baumaßnahmen keine Angaben machen“, heißt es von der Geschäftsführung des Lindacher Hofs.

Aktuell wird in den meisten Hotelbetrieben in Bayern die 2G-Regelung für die Beherbergung von Gästen angewendet. Wie innsalzach24.de weiterhin erfuhr, ist die Nachfrage nach Hotelzimmern - auch in Burghausen und Umgebung - wegen Corona deutlich niedriger als sonst üblich.

Business-Reisende und Wintersportler schmerzlich vermisst

Durch Home-Office und Fernkonferenz-Regelungen kommen weniger Business-Reisende aus dem Umfeld der Firmen Wacker Chemie, Vinnolit, Borealis Polymere und OMV nach Burghausen. Für viele Hotelbetriebe bedeutet dies eine zu geringe Auslastung und Zwang zur Kurzarbeit für zahlreiche Angestellte.

Auch viele Wintersportler, die auf dem Weg nach Österreich oder in die Bayerischen Alpen gerne in Burghausen und Umgebung Station gemacht haben, bleiben aus. Diese Information bestätigt den Tenor der o.g. Pressemitteilung der DEHOGA Bayern.

-rok-

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