Nonnen-Orden in Burghausen

Zu geringe Eintrittszahlen - Congregatio Jesu schließt 

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Burghausen - Zu Pfingsten gibt der Orden seine Kommunität in Burghausen auf. Nicht nur das Alter der Schwestern ist ein Grund dafür:

Am Pfingstmontag, 21. Mai, nimmt die Congregatio Jesu offiziell Abschied aus Burghausen. Die Ordensgemeinschaft wird ihre Kommunität am Stadtplatz 101 Ende Mai diesen Jahres schließen. Die Maria-Ward-Realschule bleibt jedoch unverändert bestehen.

„Die Schließung unserer Gemeinschaft in Burghausen ist leider unabdingbar“, erklärt Sr. Sabine Adam CJ, Provinzialoberin der Mitteleuropäischen Provinz der Congregatio Jesu. „Das Alter der in Burghausen lebenden Schwestern, zunehmende gesundheitliche Herausforderungen und die geringen Eintrittszahlen führen dazu, dass wir Kommunitäten aufgeben müssen.“

Jedoch bedeutet der Weggang der Schwestern keineswegs einen Abschied von der Spiritualität Maria Wards, der Gründerin der Congregatio Jesu. Dieser besondere Geist wird insbesondere von der Maria-Ward-Realschule weitergetragen. Diese liegt schon seit dem Jahr 2000 in der Trägerschaft der Maria-Ward-Schulstiftung Passau, der weitere drei Realschulen und zwei Gymnasien angehören. „Unser Glaube ist inspiriert von Maria Ward. Ihre Erziehungs-Ziele für junge Frauen – Freiheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit – sind auch unsere Werte“ heißt es daher auch im Schulprofil der Maria-Ward-Realschule.

„Wir freuen uns, dass das Erbe unserer Ordensgründerin im Alltag der Schule, im Leben der Pädagogen und vieler aktueller und ehemaliger Schülerinnen und Schüler lebendig ist und bleibt“, betont Sr. Sabine Adam CJ.

Mehr als 1500 Schwestern weltweit

Die Congregatio Jesu wurde 1610 von Mary Ward gegründet. Weltweit gehören dem Orden mehr als 1.500 Schwestern an. Die Mitteleuropäische Provinz der Congregatio Jesu umfasst den deutschsprachigen Raum zwischen Hannover, Meran und Wien sowie die Gemeinschaften in Ungarn. In Burghausen haben die „Englischen Fräulein“, wie die Schwestern aufgrund der Herkunft der Gründerin und ihrer ersten Gefährtinnen genannt wurden, das Leben der Stadt seit 1683 geprägt. Damals trafen die ersten sieben Schwestern in Burghausen ein und gründeten zunächst eine Volksschule, die schon bald auch Internatsschülerinnen aufnahm.

In den vergangenen Jahren mussten einige Niederlassungen der Congregatio Jesu geschlossen werden. Die Vielfalt der Sendungen – und damit die Vielfalt der verschiedenen Dienste und Tätigkeitsbereiche – hat gleichzeitig jedoch zugenommen.

Pressemeldung der Congregatio Jesu

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