Eisbaden im Wöhrsee mit Burgblick 

Burghauser Eisschwimmer verzeichnen großen Zulauf 

Julia Wittig beim Training im Wöhrsee.
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Julia Wittig beim Training im Wöhrsee.

Burghausen - Die Zusammenarbeit ist eine „win-win-Situation“ betonen Schwimmtrainer Stefan Hetzer und Bäderleiter Markus Günthner. Der eine Gewinner ist die Stadt Burghausen, die durch die Winterbadestelle am Wöhrsee seit November 2020 bis April 2021 rund 4.000 „Wassergänge“ verzeichneten konnte. Der andere Gewinner ist Serwus Burghausen e.V. Der Verein konnte durch die Öffnung der Winterbadestelle durchweg trainieren, hat neue Mitglieder gewonnen „und viel Aufklärungsarbeit geleistet“, wie Vorsitzender Stefan Hetzer betont. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Für die Stadt Burghausen ist es natürlich ein riesiger Sicherheitsvorteil, dass der Verein mit seinen 49 Mitgliedern so aktiv ist am Wöhrsee. „Dadurch können wir auch in einer Pandemie die Winterbadestelle öffnen, wohl wissend, dass einige Schwimmer kommen werden, die keine Erfahrung haben mit der Materie Eisschwimmen und die Anleitung und Hilfestellung teilweise dringend benötigen. Das könnten wir als Bäderverwaltung so nicht leisten“, erklärt Markus Günthner.

Freilich sei Serwus nicht rund um die Uhr vor Ort, aber zu den „Stoßzeiten“ um die Mittagszeit und nach Feierabend, sei in der Regel jemand vom Verein vor Ort. „Und wir greifen im Zweifelsfall schon ein“, so Hetzer. Wenn jemand etwa schon mehrere Kilometer gejoggt ist, um dann ins Eiswasser zu hüpfen, müsse man warnen, denn das sei für den Körper ein Hammerschlag. Mehrere Unerfahrene hätten dies im Winter jedoch versucht, um nur ein Beispiel zu nennen. Der Verein Serwus kümmere sich auch immer um das Einrichten der Winterbadestelle, da könne sich die Stadtverwaltung zu 100% darauf verlassen. „Wir haben hier in Burghausen europaweit die besten Trainingsbedienungen, die zur Verfügung stehen“, betont Markus Günthner von den Burghauser Bädern.

Die 4.000 Wassergänge indes beziehen sich auf ca. 180 bis 200 verschiedene Personen. „Davon sind aber viele auch nur einmal da gewesen, weil das Eisschwimmen oder vielmehr Eisbaden eben nicht für jeden ein Genuss ist und auch nicht für jeden geeignet“, erklären Hetzer und Günthner. Grundsätzlich könne aber eine sehr positive Bilanz gezogen werden: „99 Prozent aller Schwimmer waren sehr vernünftig.“ Dies beziehe sich grundlegend auch auf die Einhaltung des Hygienekonzeptes, das mehrfach angeschlagen ist in der Badeanstalt. „Hier gab es keine Beanstandungen.“ Die Altersrange der altgedienten und neuen Eisschwimmer reiche vom Jugendlichen bis zum Hundertjährigen.

Erster Bürgermeister Florian Schneider begrüßt die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Schwimmverein Serwus und der Bäderverwaltung. „Das ist eine hervorragende Bereicherung für die Sportstadt Burghausen. Ich möchte allen, die sich hier ehrenamtlich engagieren danken und hoffe auf eine halbwegs normale Wöhrsee und Freibadsaison, wobei wir hier noch abwarten müssen.“

Die Winterbadestelle ist am 4. April 2021 zuletzt geöffnet.

Pressemeldung der Stadt Burghausen/köx.

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