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Der Burghauser Eisplatz - Eine Winterinstitution

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Freuen sich auf die zehnte Eislaufsaison: der Organisator der Stockschützen Georg Wandinger, die Leiterin des Bürgerhauses Heidi Kammhuber, die Bauhofmitarbeiter Markus Patzak, Hossaini Bostan und Andreas Keiler mit dem Ersten Bürgermeister Hans Steindl, der in den zehn Jahren keine Stadtmeisterschaft der Stockschützen verpasst hat.

Burghausen - Seit 2006 gibt es in der Sportstadt Burghausen den Eisplatz vor dem Bürgerhaus. Jetzt können dort wieder Groß und Klein die Freuden des Winters genießen.

Man kann nur schätzen wie viele Eisläufer, Eishockeyspieler und Eisstockschützen innerhalb von zehn Jahren ihre Runden auf dem Burghauser Eisplatz gedreht haben. Sind es doch bei schönem Wetter oftmals 300 an einem Nachmittag. „Wenn man bedenkt, dass der Eisplatz circa 90 Tage im Jahr täglich geöffnet ist, kommt man auf eine hohe sechsstellige Zahl“, rechnet der Erste Bürgermeister Hans Steindl vor. 

Die Standortsuche war nicht so einfach

Der Standort war anfangs nicht sicher. „Zunächst haben wir an den Rathausvorplatz am Stadtplatz gedacht, aber das wäre mit den Parkplätzen in der Altstadt zu eng geworden. Die zweite Option war der Multifunktionsplatz in Lindach, aber das war uns zu weit draußen. Der Bürgerhausvorplatz ist der perfekte Standort. Hierzu mussten aber erst umfangreiche Untersuchungen zu Statik und Tragfähigkeit der Tiefgaragendecke durchgeführt werden“, so Steindl. 

Die kostenlosen Parkplätze befinden sich mit der Tiefgarage direkt unter dem Eisplatz, im Bürgerhaus sind Toiletten und der Bürgerhaus-Wirt Erich Ernst schenkt Getränke aus und serviert kleine Speisen. Der Wirt habe auch den Schlittschuhverleih übernommen. Etwa 30 Paar in verschiedenen Größen werden angeboten. 

Eisplatz-Urgestein Wandinger organisiert die Meisterschaft

Von Anfang an dabei ist Georg Wandinger. Der Burghauser organisiert im Februar 2017 zum 10. Mal die Stadtmeisterschaft der Eisstockschützen auf dem Eisplatz und ist auch sonst nicht mehr wegzudenken. „Er hat den Platz am Vormittag fest im Griff. Da brauche ich mir keine Sorgen zu machen, dass etwas nicht läuft“, scherzt Bürgermeister Steindl beim Fototermin mit Georg Wandinger, Heidi Kammhuber als Leiterin des Bürgerhauses und den Mitarbeitern des Bauhofes. Letztere tragen maßgeblich dazu bei, dass der Eisplatz zur Burghauser „Winterinstitution“ geworden ist. 

2005 habe man einen Probebetrieb gehabt. „Alles war zugemietet. Wir mussten erstmal testen, ob das für uns machbar ist und wie die Leute reagieren“, erinnert sich Steindl. Nachdem der Probebetrieb ein „riesen Erfolg“ war, hat man Schritt für Schritt die nötigen Gerätschaften angeschafft und die eigenen Mitarbeiter in Sachen Eisbearbeitung geschult. Zuletzt wurde die Kältemaschine gekauft, die das Eis konstant auf Temperatur hält. „Heute machen wir alles selbst. Mehrmals täglich wartet der Bauhof die Eisfläche. 

Schulsport auf der Eisbahn

Das Bürgerhaus-Team ist Ansprechpartner für Schulanfragen, wenn der Klassensport im Winter auf den Eisplatz verlegt werden soll. Aber auch bei Wehwehchen oder sonstigen Problemen steht das Bürgerhaus-Team seit zehn Jahren mit Rat und Tat zur Seite. 

Ziel sei es immer gewesen, den Burghausern einen Mehrwert zu bieten, so dass sie auch ihre Freizeit gerne in der Stadt verbringen und den Auswärtigen ein Angebot zu machen, das sie woanders nicht haben. „Der Einzugsbereich ist mindestens so groß wie bei den Bädern mit der schönen Saunalandschaft. Wir sprechen hier von mindestens 35 Kilometern“, weiß der Bürgermeister. 

Für Familien sei es ein perfektes Angebot und viele kombinieren es mit einem Ausflug auf die Burg oder ins Hallenbad. „Während die Eltern zum Einkaufen gehen, sind die Kinder beschäftigt. Unsere Eisbären und Pinguine sind der Renner“, sagt Heidi Kammhuber. Der SV Wacker bietet Kindern ab 4 Jahren auf dem Eislaufplatz Schlittschuhkurse an. Bei den Öffnungszeiten habe man in den vergangenen zehn Jahren viel dazu gelernt. Auch ist dem Bürgermeister wichtig, dass abends kein „Diskobetrieb“ herrsche und die Anwohner nicht gestört werden. 

Besucher kommen von nah und fern

„Der Burghauser Eislaufplatz ist eine Erfolgsgeschichte, die in der ganzen Region beispiellos ist“, sagt der Bürgermeister stolz und verweist auf das Team Bürgerhaus, Bauhof und natürlich Stockschützen, die jeden Vormittag üben, um bei der Stadtmeisterschaft mit 35 Teams um die Ehre zu schieben. Auch der Stadtrat und der Bürgermeister sind immer bei der Stadtmeisterschaft vertreten. 

Rund 600.000 Euro hat die Stadt in zehn Jahren für den Betrieb des Eisplatzes aufgewendet. „Und so lange wir es uns leisten können, bleibt die Benutzung kostenlos“, verspricht Bürgmeister Hans Steindl, der unterstreicht: „Wir haben hier einen Ort der Integration und des Miteinanders geschaffen. Das ist Begegnungsstätte, die mit Geld nicht aufzuwiegen ist.“

Die Öffnungszeiten des Eislaufplatzes finden Sie hier.

Pressemitteilung Stadt Burghausen

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