Pressemeldung Stadt Burghausen

In Burghausen können jetzt Bürger aktiv die Bienen retten

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Burghausen - Mit Blühstreifen, die auf Feldern unterhalb der Burg angelegt werden, soll das Motto des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ aufgegriffen und es Bürgern ermöglicht werden, sich zu beteiligen.

Mit der Unterschrift beim Volksbegehren Artenvielfalt haben auch viele Burghauser Bürger ein Zeichen gesetzt. Um dem Grundgedanken des Volksbegehrens Rechnung zu tragen, startet das Umweltamt Burghausen die Kampagne „BeeGood“ und hat sich dazu mit Richard Straubinger, dem Landwirt, der die Ökokontofläche am Bergerhofgelände bewirtschaftet, und dem Burgimker Christian Müller zusammengetan. Entlang der Straße, die unterhalb des Bergerhofgeländes Richtung Wöhrsee führt, soll auf gut einem Hektar Fläche ein 30 Meter breiter Blühstreifen entstehen und somit Lebensraum für Bienen und Insekten werden. 

„Die Fläche wird seit über zehn Jahren bereits extensiv bewirtschaftet, das heißt keine Düngung durchgeführt. Dadurch haben die Blumensamen gute Voraussetzungen zum Keimen, denn diese mögen nährstoffarme Böden. Trotzdem muss vorher umgepflügt werden, um den bestehenden Wurzeldruck der stark etablierten Gräser zu nehmen“, wie Richard Straubinger erklärt. „So werden für die Blumen bessere Voraussetzungen geschaffen.“ 

Auf weiteren knapp zwei Hektar wird eine Salbei-Glatthafer-Wiese angelegt. Wenn alles gut geht, vor allem das Wetter nicht zu trocken ist, soll so ein wahres Bienenparadies entstehen, und zugleich die Spaziergänger erfreuen. Die Bienen folgen dann im April. „Ein großes Problem der bestäubenden Insekten ist fehlender Nistplatz und ein fehlendes Nahrungsangebot. 

durchgängiges Blühangebot vom Frühjahr bis zum Herbst

Das Anlegen eines Feldes, in dem genau dies gefördert wird, ist daher eine sehr gute Initiative“, erläutert Burgimker Christian Müller. „Wichtig dabei ist, dass ein durchgängiges Blühangebot vom Frühjahr bis zum Herbst geschaffen wird, was allen Insekten zu Gute kommt. Die Honigbienen werden dabei in unserer eigens konstruierten, natürlichen Bienenbehausung einquartiert, in der die Haltung äußert naturnah und wesensgemäß erfolgt."

Mit dieser Aktion möchte das Umweltamt der Stadt Burghausen jedem Bürger die Möglichkeit geben, seinen Beitrag zum Volksbegehren "Rettet die Bienen" zu leisten, denn allein mit einer Unterschrift ist es nicht getan. Gegen einen einmaligen Beitrag von 35 Euro kann das Projekt von jedem unterstützt werden, der am Ende der Bienensaison dann auch noch etwas für sein Engagement erhält: ein persönliches Glas Honig als Dankeschön. „Denn mit Honigkauf beim Imker aus der Region fördert man am besten den Schutz der Insekten und Bienen vor Ort", so Sarah Freudlsperger. 

Wer sich an dieser Aktion beteiligen will, schreibt einfach eine kurze E-Mail an christina.schmid@burghausen.de oder meldet sich telefonisch bis spätestens Freitag, 12. April, unter 08677-887 308. 

Foto: Freuen sich auf das blühende Gemeinschaftsprojekt: Sarah Freudlsperger vom Umweltamt und Landwirt Richard Straubinger.

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