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Burghausen bietet Hilfe zur Selbsthilfe

Raus aus der Flucht und zurück in ein stabiles Leben: Helferkreis unterstützt Ukrainer

Viele ukrainische Frauen und vereinzelt auch Männer kamen zum Treffen im Haus der Familie
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Burghausen will Ukrainern bei der Eingliederung helfen.

Mit vereinten Kräften bemühen sich die Stadt Burghausen und ehrenamtliche Helfer um eine schnelle Eingliederung der ukrainischen Flüchtlinge. Zwar brauchen viele noch Sprachkurse, doch die Ukrainer kommen mit Hochschul- oder Berufsabschlüssen, Führerscheinen und vor allem einer beeindruckenden Eigeninitiative.

Burghausen – Bereits vor zwei Wochen wurde in Burghausen ein Helferkreis für Ukraine-Flüchtlinge organisiert. Wie bereits berichtet ist in großer Geschwindigkeit ein Containerdorf aufgebaut und ausgestattet worden. „Ich gehe davon aus, dass es insgesamt etwa 400 Menschen sind, die hier bei uns sein werden.“, so Bürgermeister Florian Schneider beim offenen Treff von Ukrainern und Burghausen im Haus der Familie am Mittwoch . 100 Flüchtlinge sind bereits in der Stadt angekommen und überwiegend privat untergebracht. 89 Ukrainer waren schon vor Putins Angriff auf die Ukraine dauerhaft in Burghausen ansässig. Christine Auberger vom Haus der Familie kündigt an, dass nächste Woche die ersten Flüchtlinge in der Lirkhalle untergebracht werden.

Christine Auberger eklärt wie der Helferkreis sich organisiert.

Jeder kann Mittwochs Hilfsangebote vorbringen

An allen Ecken und Enden laufen die Vorbereitungen für die schnelle Integration der Ukrainer. Noch immer werden Angebote für Wohnungen dankend angenommen. Auf der Internetseite ukraine.burghausen.de können diese und andere Hilfs- oder Spendenangebote gemeldet werden. Der Helferkreis in Burghausen unterstützt nun mit Sprachkursen, Beratung, Hilfe bei Anträgen und weiterer Unterstützung. Es gibt Gutscheine für das Kleiderkammerl, die Tafel und kostenlosen Integrationskurse an der VHS, wie Leiterin Julia Grekova ankündigt. Mit wöchentlichen Treffen im Haus der Familie soll die Vernetzung und Bildung von Arbeitsgruppen weiter vorangetrieben werden. In Arbeitsgruppen sollen sich Helfer und Ukrainer koppeln und Lösungen finden können. Helfen kann dabei jeder: per E-Mail an hausderfamilie@burghausen.de kann man aktuelle Termine der Treffs erfragen.

Deutsche und Ukrainer wollen zusammenarbeiten

Beeindruckende Eigeninitiative

Zu den Themen, die auf Arbeitsgruppen aufgeteilt wurden gehören Warentransport, Spenden & Sammeln, Patenschaften, Berufsintegration, Sprache, Freizeit. Die Eigeninitiative der Ukrainer ist beeindruckend, so hat Anton Ozadovskyy, der aus Kiew stammt und hat als CEO in einem Kongresszentrum gearbeitet hat, eine zweisprachige Internetseite für die Flüchtlinge in Burghausen erstellt. Mit seinen Kenntnissen im Bereich Internet, Werbung und Grafikdesign, seinen Deutsch- und Englisch-Kenntnissen ist er selbst bereits auf Jobsuche. Eine weitere Ukrainerin, Anastasia Shakhova, hat bereits in der Ukraine eine Sprachschule geleitet, und bietet nun zwei Deutschkurse für Ukrainer an. „Das ist wirklich super, diese Dynamik brauchen wir“, betonte Auberger am Mittwoch.

Aber auch viele deutsche Helfer beteiligten sich mit zahlreichen Wortmeldungen und Angeboten. Weitere Infoabende zum Thema Steuern, medizinische Behandlung und der Anerkennung von Diplomen und mehr sind in Planung. Weil der Wohnraum in Burghausen vor allem auch während des OMV-Shutdowns im Juni sehr knapp wird, sind Angebote von Privat umso wichtiger. Weil die Anbindung des Umlandes durch den ÖPNV nicht sehr gut ist, sind auch Angebote in Bezug auf Transporte wichtig. Alle Vorschläge werden herzlich begrüßt.

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