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Burghausen

50 Jahre Berufsbildungswerk: „Sie leisten hier einfach eine gute Arbeit“ 

Berufsbildungswerk Burghausen
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BBiW-Geschäftsführer Richard Stubenvoll (r.) begrüßte die Gäste im Berufsbildungswerk.

Burghausen - Geburtstage wollen gefeiert werden, erst recht die runden. Diesem Grundsatz sind die Verantwortlichen des eben 50 Jahre alt gewordenen Burghauser Berufsbildungswerks am Mittwochabend gebührend nachgekommen. In den  Räumlichkeiten des BBiW gingen einem abendlichen Festakt Führungen und eine  besondere Mitmachaktion voraus. 

Die Meldung im Wortlaut

So hieß es am Nachmittag für drei ausgewählte Gäste Hand anzulegen: WACKER Arbeitsdirektorin und Vorständin Angela Wörl, Personalleiter Dr. Maximilian Peter sowie  Betriebsratsvorsitzender Manfred Köppl mussten unter den fachkundigen Augen der Azubis  zeigen, wie es um ihr praktisches Wissen und Können bestellt ist. Für Angela Wörl, zugleich  Vorsitzende des BBiW-Stiftungsvorstandes, bedeutete das, mittels Blechschere, Zange und  Fingerspitzengefühl aus Kupferblech und Edelstahl eine filigrane Rose zu formen. Maximilian  Peter war beim Montieren eines Elektrokabels gefordert. Und für Manfred Köppl galt es, im  Simulator die Vinylacetat-Anlage passgenau zu bedienen. Letztlich erzielten alle Drei gute  Ergebnisse – wenngleich die Auszubildenden das ein oder andere Mal helfend beispringen mussten.

Der Praxis und den Führungen schloss sich am Abend der Festakt an, mit Gästen aus  Wirtschaft und Politik, darunter Altöttings Landrat Erwin Schneider und der Burghauser  Bürgermeister Florian Schneider. Dabei richteten sowohl Stiftungsvorständin Angela Wörl als  auch Geschäftsführer Richard Stubenvoll ihre Blicke nicht nur in die Vergangenheit des Berufsbildungswerks, sondern auch in seine Zukunft. Mit neuen Strategien reagiere das BBiW auf aktuelle Herausforderungen wie den wachsenden Fachkräftemangel, bilanzierte Wörl in  ihrer Festansprache. Ausbildungsmarketing sei „das Gebot der Stunde“. Die Rollen hätten sich  ein Stück weit gedreht: Konnten die Arbeitgeber früher bei den Bewerbungen aus dem Vollen  schöpfen, gelte es heute, potenzielle Bewerberinnen und Bewerber vom Unternehmen zu überzeugen.  

Zum Fachkräftemangel hinzu komme die sich rasant verändernde Arbeitswelt. Nicht nur, dass  Automationssoftware, Robotertechnik und vernetzte Systeme Folgen für viele Berufsbilder  zeigten, auch der Aspekt, wie miteinander gearbeitet wird, habe sich gewandelt. „Die  menschliche Arbeit wird immer spezifischer und flexibler“, sagte Angela Wörl, derzufolge  Kommunikation, das gemeinsame Entwickeln von Lösungen und agile Teams eine immer  größere Rolle spielen. 

Im BBiW werde den neuen Herausforderungen Rechnung getragen. Auszubildende würden fit  für die digital vernetzte Produktion gemacht, hybrides Arbeiten mit Hilfe virtueller Technologien  vermittelt. Auch investiere man weiter ins BBiW. Allein für die kommenden Jahre seien  Großinvestitionen mit einem Gesamtumfang von zehn Millionen Euro geplant – nach weiteren  elf Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren. Das sei viel Geld, „und doch gut  eingesetztes Geld“, so die Stiftungsvorständin, die die Qualität des Nachwuchses in direkten  Zusammenhang mit den künftigen Erfolgschancen der Unternehmen setzte. 

Ebenso zum Erfolg tragen ihrer Aussage nach ganz entscheidend die Ausbilderinnen und  Ausbilder des Berufsbildungswerks bei. Auf das großartige Engagement des gesamten BBiW Teams habe man sich immer verlassen können, dankte Angela Wörl Geschäftsführer Richard  Stubenvoll sowie dessen Kolleginnen und Kollegen. Auch dankte sie den Partnerunternehmen,  den Arbeitnehmervertretern sowie den weiteren Unterstützern.Um die hohe Ausbildungsqualität erhalten und, wo möglich, noch verbessern zu können,  appellierte Wörl an die Politik, die duale Ausbildung wieder stärker in den Fokus zu nehmen und  zu fördern. Schließlich brauche es Chemikanten, Anlagenfahrer und Bürokräfte ebenso wie  Akademiker. „Wir brauchen die Forscher, die die Grundlagen der Solareffizienz stetig  verbessern, genauso aber auch die Handwerker, welche die fertigen PV-Module dann auf die  Dächer bringen“, so ihr Appell.  

Auf die Ausbildungsqualitäten des Berufsbildungswerks war zuvor bereits Bürgermeister Florian  Schneider in seiner Rolle als Stiftungsratsvorsitzender eingegangen. Laufende Investitionen  und eine moderne Ausstattung seien zweifelsohne wichtig, doch würde beides wenig nützen,  wenn das Wissen nicht passend vermittelt wird. „Sie leisten hier einfach eine gute Arbeit“, lobte  er in Richtung des BBiW-Ausbildungsteams. Auf eine launige Reise in die Anfänge des Berufsbildungswerks und in die  Ausbildungsgeschichte der WACKER-Frühzeit nahm Dr. Christian Finger, Leiter des WACKER Unternehmensarchivs, die Gäste mit.

Pressemitteilung Wacker Chemie AG

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