Hitzige Diskussion um möglichen „Corona-Lenkungskreis“

Burghausen bekommt Schnelltestzentrum am Messeplatz mit Drive-In

Beim Schnelltestzentrum am Messeplatz in Burghausen soll das Auto nicht verlassen werden.
+
Beim Schnelltestzentrum am Messeplatz in Burghausen soll das Auto nicht verlassen werden.

Im Zuge einer CSU-Anfrage bezüglich eines möglichen „Corona-Lenkungskreis“ wurde im Burghauser Stadtrat eifrig diskutiert. Dabei verkündet Bürgermeister Florian Schneider, dass es ab kommender Woche eine Schnelltestzentrum am Messeplatz für die Bürger geben wird.

Burghausen - Ab kommender Woche soll es am Messeplatz in Burghausen ein Schnelltestzentrum geben. Dies gab Bürgermeister Florian Schneider in der Stadtratssitzung vom 17. März bekannt. Dabei sollen die Bürger die Teststation mit ihrem Auto durchlaufen können, ohne aussteigen zu müssen. Dies sei ein Zusatzangebot zu den bestehendem Testangebot im Hallenbad, wo weiterhin auch PCR-Tests und Schnelltests angeboten werden.

Burghausen bekommt Schnelltestzentrum - Schneider gegen „Lenkungskreis Corona“

Schneider erwähnte dies im Zusammenhang eines Antrags der CSU-Fraktion. Diese schlagen vor, einen „Corona-Lenkungskreis“ ins Leben zu rufen. Dieser soll Hilfestellung für Schulen, Pflege, Einzelhandel, Gastronomie und die Bürger bieten, wenn diese Probleme haben. „Es geht dabei um die Unterstützung, vielleicht auch mit einem Pilotprojekt. Mich hat beispielsweise eine Schuldirektorin angerufen, die zu wenig Test-Kits haben“, so CSU-Stadtrat Dr. Markus Braun.

Das Stadtoberhaupt halte jedoch nicht viel von dieser Idee. Man habe eine Corona-Task-Force, die sich regelmäßig mit den staatlichen Regeln auseinandersetzen. „Wir helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten, wo es nur möglich ist“, so Schneider. Als Beispiele nannte er die Unterstützung beim Marketing oder beim Anmieten zusätzlicher Räume für die Schulen. Ein Lenkungskreis sei seiner Ansicht nach nicht zielführend. Input für die Task Force könne aber jederzeit gegeben werden.

Braun: „Stadt muss Flagge zeigen“

„Wir müssen helfen und können die Schulen nicht alleine lassen“, gibt sich Braun nicht zufrieden. Und wenn es nur die Unterstützung beim Testen wäre. Generell sollte sich die Stadt Gedanken machen, auch im Bezug auf den Motorikpark. Dort würden sich die Menschen zahlreich ohne Maske aufhalten. „Wenn die Polizei dort nicht kontrolliert, sollte sich die Stadt überlegen, den Park zu schließen“, so Braun. Man müsse als Stadt in diesen Zeiten Flagge zeigen.

Schneider selbst sei regelmäßig im Austausch mit der Polizei. Die Situation am Motorikpark sei in einem tolerierbaren Rahmen. Generell hänge man an der Inzidenz. Zudem wisse man nicht, was nächste Woche ist. Die Unbekannten seien hierfür zu groß. „Wenn jemand Probleme hat, darf er sich gerne bei der Stadt melden. Wir fragen regelmäßig nach und es gibt auch Rückmeldungen“, so der Bürgermeister.

Lehrer bestätigen Hilfestellungen der Stadt

Unterstützung bekommt Schneider von Gunter Strebel (Grünen). Der Leiter der Task Force sei gut verknüpft. Zudem stehe das Angebot, dort mitzuhelfen. „Wir sollten aufpassen, nicht zu viele Hoffnungen auf Besserung zu schüren“, mahnt Strebel.

Hedi Mittermeier (SPD), Lehrerin und Konrektorin, bestätigte die Unterstützung der Stadt, die sehr viel machen würden. Hartmut Strachowsky (UWB), der ebenfalls Lehrer ist, lobt die Hilfestellungen der Stadt für die Schulen. Dennoch fände er eine Unterstützung beim Testen gut. „Für die Schulen wäre das sehr hilfreich“, so Strachowsky.

Nach der zwischenzeitlich sehr hitzigen Diskussion plädiert Braun dafür, die Task Force publik zu machen. Dies sei durchaus eine gute Lösung. Er selbst habe aber nicht gewusst, dass es eine solche Anlaufstelle gibt. „Die Schulen brauchen Hilfe“, so Braun abschließend. Darüber waren sich am Ende alle einig.

jz

Kommentare