Mehr als 100 Parkplätze fallen während Bauphase weg

Bau der Parkgarage führt zu Engpass in Burghauser Altstadt

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Hier soll das neue Parkdeck entstehen. Die derzeitigen Plätze in der Zaglau fallen für due Bauphase weg.
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Burghausen – Die Stadt Burghausen plant die nächsten Schritte zum Bau einer Parkgarage in der Zaglau. Einzig die Frage, ob mit oder ohne Aufzug, sorgt für Diskussionen in der Stadtratssitzung.

4,2 Millionen Euro soll die neue Parkgarage in der Altstadt schätzungsweise kosten. 148 Stellplätze soll der Neubau nach derzeitigem Stand haben. Zieht man die aktuellen Parkplätze in der Zaglau ab, bedeutet das ein Plus von 73 neuen Parkmöglichkeiten. Spätestens in drei Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein.

Zudem wurde bekannt gegeben, dass die Regierung von Oberbayern eine Förderung von 12.000 Euro pro öffentlichem Stellplatz in Aussicht gestellt hat. Geplant sind derzeit 100 solcher öffentlicher Stellplätze, gleichbedeutend mit 1,2 Millionen Euro. Zuletzt hatte man noch von einer Förderung abgesehen, um ohne Vorgaben bauen zu können.

Parkgebühren in der Altstadt?

Die Altstadt habe bis auf die Parkplatzsituation keine anderen Probleme, die man lösen müsste, ist sich Bürgermeister Hans Steindl (SPD) sicher: „Der Stadtplatz funktioniert“. Lediglich um eine Einführung von Parkgebühren käme die Stadt irgendwann nicht mehr herum. Wie das genau aussehen soll, lässt das Stadtoberhaupt offen. Möglich wäre es, Gebühren ab ein oder zwei Stunden zu verlangen.

Mit oder ohne Aufzug?

Für Diskussionen in der Stadtratssitzung vom Mittwoch, 12. Juni, sorgte die Frage nach einem Aufzug. Laut dem Bürgermeister Hans Steindl (SPD) würde man bei der vorgeschlagenen Variante ohne Aufzug, die Behindertenparkplätze im Erdgeschoss planen.

Im Gremium kam jedoch der Einwurf, dass auch andere Personen einen Aufzug benötigen könnten. Ältere Personen oder Mütter mit Kinderwägen hätten ohne Aufzug keine Möglichkeit diese Parkgarage zu nutzen. Zwar bemerkte Steindl an, dass sich durch die Garage die gesamte Parkplatzsituation in der Altstadt verbessern würde und sich den genannten Personengruppen andere Parkflächen bieten werden. Doch mit großer Mehrheit hat sich der Stadtrat dazu entschlossen, die Planungsvariante mit Aufzug auch weiterhin zu verfolgen. Die Entscheidung ist somit vertagt.

Unabhängig vom Aufzug wird die Parkgarage aber definitiv nicht noch größer gebaut als sie derzeit geplant ist. Der errechnete Bedarf sieht von einer größeren Parkgarage ab. Zudem würde es bei einer solchen Baumaßnahme Probleme mit dem Denkmalschutz geben. Hier können sie den ersten Entwurf beguatachten.

Über 100 Parkplätze fallen weg

Probleme wird es aber definitiv mit der Parkplatzsituation während der Bauphase geben, die im Herbst diesen Jahres starten soll. Erschwerend kommt hinzu, dass das Landratsamt Altötting zeitgleich eine Sanierung am Kumax-Gymnasium starten wird. Somit werden neben den Stellplätzen in der Zaglau auch die circa 50 Parkplätze im Innenhof der Schule wegfallen, die für Lehrer und bei Veranstaltungen genutzt werden konnten.

Eine Lösung könnte ein Bus-Shuttle sein, der auch abends von der Neu- in die Altstadt fährt. Eines ist sicher: Bis das Parkdeck steht, werden sich die Bürger um Alternativen umschauen müssen.

jz

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