Baufortschritt "im Rekordtempo"

Asylbewerberheim Burghausen: Schon im März beziehbar

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Ende Juni befand sich hier noch grüne Wiese, nun ist innerhalb weniger Monate im Burghauser Gewerbegebiet Lindach ein Gebäudekomplex für rund 170 Flüchtlinge entstanden, der im März 2016 bezugsfertig sein soll. Links das vorgelagerte künftige Verwaltungsgebäude.

Burghausen - Die Baumaßnahmen am neuen Asylbewerberheim in Burghausen schreiten zügig voran. Schon im März sollen bis zu 170 Menschen dort eine Unterkunft finden.

Erst Anfang Juli dieses Jahres hatte das Unternehmerkonsortium "Wohnheim Asyl GbR" mit dem Bau des Asylbewerberheims im Burghauser Gewerbegebiet Lindach begonnen. Die Regierung von Oberbayern hatte in einem mehrmonatigen Genehmigungsvorlauf auch die detaillierten Anforderungen für den Neubau vorgegeben. 

Nach der geplanten Fertigstellung im Februar 2016 geht das Gebäude in das Eigentum der städtischen Wohnbaugesellschaft BuWoG über, die es dann an die Regierung zur Unterbringung der Asylbewerber vermietet. Die Verwaltung und Betreuung der Menschen erfolgt über das Landratsamt Altötting, das auch nach Fertigstellung des Wohnheims für die Möblierung sorgen muss.

Stadt Burghausen in Vorleistung 

Es war zunächst ein privates Baukonsortium, das auf städtischem Grundstück Planung, Besprechungen mit der Regierung sowie Vertragsverhandlungen in einem sechsmonatigen Entscheidungsprozess gestartet hatte: Das Konsortium hatte dann aus unternehmerischen Gründen das Gesamtprojekt der Stadt angeboten. "So ist die städtische Wohnbaugesellschaft erst später in die Vertragskonzeption eingestiegen", erklärt Markus Huber. Die Stadt Burghausen ist damit zum Bau des Asylbewerberheims und dem Eigentumsübergang an die städtische BuWoG in Vorleistung gegangen, "obwohl dies grundsätzlich Aufgabe des Landkreises ist", betont Markus Huber: "Es geht hier immerhin um 3,2 Mio. Euro, die von der BuWoG aufgewendet werden." 

In benachbarten Landkreisen werden ähnliche Projekte für Flüchtlings-Gemeinschaftsunterkünfte zum Beispiel über die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Traunstein GmbH oder über die Kreiswohnbau GmbH des Landkreises Mühldorf abgewickelt.

Platz für 170 Menschen 

Perfekte Witterung für den zügigen Baufortschritt: BuWoG-Geschäftsführer Markus Huber im künftigen Gemeinschaftsbereich des Wohnheims, der mit Küche, Aufenthalts- und Waschmaschinenraum versehen sein wird.

In Burghausen wird der langgezogene Neubau Platz für rund 170 Bewohner bieten, aufgeteilt in zwei Gebäude-Trakten mit Erdgeschoss und einem Obergeschoss. Ein kleines Verwaltungsgebäude für Landratsamt-Mitarbeiter ist dem Komplex zur Straße hin vorgelagert.

Je Geschoss sind 22 größere Zimmer für die Belegung mit mehreren Einzel-Personen sowie 24 kleinere Appartements für Familien entstanden. Für die insgesamt 44 Einzel-Zimmer gibt es gemeinschaftliche Dusch- und WC-Räume, die Klein-Appartements verfügen über eigene Nasszellen und WC. "Die für alle Bewohner vorgesehenen Gemeinschaftsräume mit Küche, Aufenthaltsbereich und Waschmaschinenraum haben eine Gesamtfläche von rund 200 Quadratmeter", informiert Markus Huber. 

Rascher Baufortschritt - auch dank guter Witterung

Derzeit erfolgen Innenmaßnahmen wie etwa Fliesen- und Boden-Verlegung sowie Malerarbeiten. Die bereits weit fortgeschrittenen Außenanlagen werden in den nächsten Wochen fertiggestellt. "Das Projekt profitiert von der perfekten Witterung, der fehlende Wintereinbruch ist ein glücklicher Umstand. Auch die Ausführung durch allessamt regionale Firmen sorgt für einen insgesamt rekordverdächtigen Baufortschritt", freut sich Huber.

Eine Fertigstellung schon im Dezember wurde zwar der Stadt angeboten, die Mehrkosten von 200.000 Euro wurden aber von Bürgermeister Hans Steindl abgelehnt - so bleibt es laut Huber bei der Übergabe des Gebäudes Ende Februar oder Anfang März. 

Nachhaltiger Massiv-Bau 

Die massive Ziegelsteinausführung des Gebäudes dient laut Markus Huber der Nachhaltigkeit, damit es nach den festgelegten zehn Jahren Vertragsdauer als Flüchtlingsunterkunft entweder wieder saniert und dann je nach Bedarf neu verwendet werden könne, beispielsweise als günstiger Wohnraum für Studenten, so der BuWoG-Geschäftsführer. 

Doch nach der geplanten Fertigstellung im Februar 2016 müssen zunächst alle Zimmer und Appartements mit Möbeln ausgestattet werden. "Die Einrichtung erfolgt über die öffentliche Hand, also Regierung bzw. Landratsamt, was ab März möglich sein dürfte."

Pressemitteilung Burghauser Wohnbau GmbH

Zurück zur Übersicht: Stadt Burghausen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser