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Umfangreiche Umgestaltung auf interaktiver Karte

Burghausen soll noch grüner werden - doch wieviel darf das kosten?

Die Herzogstadt an der Salzach will umfangreiche Grünanlagen neu im Stadtkern verteilen
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Burghausen soll grüner werden; was aber sollen die umfangreichen Maßnahmen überhaupt kosten?

Die Zukunft der Burghauser Innenstadt steht auf dem Prüfstand. Ausladende Grünanlagen sollen die Aufenthaltsqualität im Zentrum für Einheimische und Gäste deutlich steigern. Was dieses Vorhaben dem Stadtrat um Bürgermeister Schneider wert ist:

Burghausen - Im Herzen der Herzogstadt hat sich in den letzten Jahren viel getan: Spätestens seit der Landesgartenschau im Jahr 2004 hat sich das Zentrum stark gewandelt und ist sprichwörtlich aufgeblüht. Jetzt will der Stadtrat um Bürgermeister Florian Schneider einen großen Schritt weiter gehen: „Für mich das Wichtigste: Das Klima in der Stadt gut zu gestalten. (...) Eine hohe Aufenthaltsqualität sollte deshalb gleich in den Bebauungsplänen berücksichtigt werden“, so Schneider in der Sitzung des Gremiums am Mittwoch (1. Juni). Große Flächen im Bereich der Messe Burghausen, dem Markt- und Volksfestplatz, im Stadtpark sowie im Bereich Bürgerhaus und an der Mehringer Straße sollen neu begrünt werden. Und auch in Sachen Verkehr soll sich etwas tun. Am Ende bleibt nur die Frage, wie tief die Stadt für die umfangreichen Maßnahmen in die Tasche greifen muss.

Wasser, Wohnraum für Tiere, Kühlung der Stadt

Grünflächen sind in Burghausen bereits gut geplant, doch es gibt noch Optimierungsbedarf“, konstatierte eine Mitarbeiterin vom Planungsbüro Mahl-Gebhard-Konzepte aus München. Ziel der grünordnerischen Betrachtungen im Rahmen eines Bebauungsplans müsse die Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie die Sicherung des hohen Baumbestands sein, so die Ingenieurin weiter. Maßnahmen wie etwa ein überarbeitetes Regenwasser-Management und die gezielte Umgestaltung mancher Flächen im Bereich führten darüber hinaus zu mehr Biodiversität im städtischen Raum.

Neben den Grünflächen im Kern der Neustadt soll sich ebenfalls in punkto Verkehr etwas ändern. So soll künftig auch die Kreuzung Unghauser-/Berchtesgadener Straße angepasst werden. Drei Varianten stehen dem Stadtrat dabei zur Wahl: Ein Wegfall der Ampel -Anlage mit einfachen, unregulierten Einmündungen der Unghauser Straße, ein großer Kreisverkehr oder nur eine minimale Anpassung des Ist-Zustands. Mit dem größten Flächenverbrauch und gleichzeitig den höchsten Kosten fand ein Kreisverkehr den geringsten Anklang im Gremium. „Ein Kreisverkehr sieht gut aus; funktionieren muss er aber auch“, gab unter anderem Norbert Stranzing zu bedenken. „Ein Kreisverkehr an dieser Stelle ist ein Risiko und führt zu hohem Flächenverbrauch. (...) Dafür sind mir die Flächen zu wertvoll im Zentrum“, ergänzte Franz Kammhuber von der SPD.

Eine steigende Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer zu Stoßzeiten sei dagegen bei einem Wegfall der Ampel zu befürchten, so Bürgermeister Schneider in seiner Betrachtung. Eine leichte Anpassung des Bestands habe wohl die größte Aussicht auf Erfolg; auch wenn der störende Achsversatz der Kreuzung so erhalten bleiben würde. Bernhard Harrer von der CSU verwies dagegen auf den nächsten Bauausschuss; dort solle das Verkehrs-Thema nochmal ausführlich diskutiert werden.

Planung ja; aber dann bitte mit Augenmaß

Insbesondere auf dem Volksfest-Platz müssen wir aber auch dessen Nutzung berücksichtigen. Da dürfen wir nicht über das Ziel hinausschießen“, gab Florian Schneider im Anschluss an die Vorstellung des Grünordnungskonzepts zu bedenken. „Die Nachverdichtung ist bei uns auf jeden Fall ein Thema. Gleichzeitig ist die Aufenthaltsqualität aber auch wichtig. Gestalterisch sollten sich Maßnahmen aber gut einpassen. Genauso wie ein paar wilde Ecken zur Sicherung der Artenvielfalt“, begrüßte Gunter Strebel von den Grünen die Planungen. „Wir wollen, dass diese Flächen für die Bürger auch nutzbar sind. Allerdings habe ich kein Gefühl dafür, was sowas kosten kann“, ergänzte der zweite Bürgermeister Norbert Stranzinger. Bis zur nächsten Sitzung im Juli soll das Grünordnungskonzept nun weiter ausgearbeitet und mit Zahlen unterfüttert werden. Dann will der Stadtrat über dessen vollständige oder teilweise Umsetzung abstimmen.

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