Reise in romantische Vergangenheit

Burghausen hat für jeden Geschmack was zu bieten

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Die schönen Seiten von Burghausen. Raphael Raaber blickt für uns auf die Altstadt Burghausens.

Burghausen - Ein Blick, der sich lohnt. Die Altstadt Burghausens besticht durch Charme und Entdeckungen. Viele nette Fleckerl gibt es hier.

Wenn Sie den Ludwigsberg zu Fuß in die Altstadt gehen, tauchen Sie ein in eine längst vergangene Zeit.

Die Burghauser Altstadt

Dies hat bereits um 1861 der Schriftsteller Adalbert Stifter in einem Brief an seine Frau besonders beschrieben „Die Stadt aber sieht nicht anders aus, als wäre sie aus einem altdeutschen Gemälde herausgeschnitten und hierher gestellt worden“. „Was der Schriftsteller Adalbert Stifter vor 150 Jahren in seinen Worten ausdrückte, ist heute noch allenthalben spürbar: Gebäude, die im Kern nahezu ausschließlich aus dem Mittelalter stammen mit Fassaden von der Spätgotik bis zum Jugendstil.  Sie setzen heitere Akzente in das historische Erscheinungsbild der Altstadt, die zusammen mit der Burg zu Recht als Gesamtensemble unter Denkmalschutz steht.“, sagt Frau Eva Gilch, Leiterin des Staatsarchivs und des Stadtmuseums Burghausen.

Auch der Künstler Paul Klee war besonders von der Stadt angetan. Als er 1899 Burghausen besuchte, drückte er sich folgendermaßen aus „Burghausen an der Salzach. Nest göttlich, uralt, originelle Häuserfassaden, imposante Burg.“

Die Häuser am Stadtplatz

Die Anziehungskraft der Altstadt auf die Menschen ist nachvollziehbar.

Auf der linken und rechten Seite der Hauptstraße findet man prachtvolle Bauwerke, die typisch für das Inn- Salzach-Gebiet sind. So wie das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert mit seiner Fassade aus dem 18. Jahrhundert, das Stadtsaalgebäude mit den drei kleinen Giebeltürmchen aus dem 16. Jahrhundert und dem Fassadendekor des 18. Jahrhunderts, die Rokoko-Stuckfassade des Taufkirchen-Palais und die berühmte Barock-Aula des Kurfürst-Maximilian-Gymnasiums.

Man kann Stunden damit verbringen, die kompletten Bauwerke oder architektonischen Details der Fassaden zu fotografieren, zu zeichnen oder zu studieren. Es wird nie langweilig. Empfehlenswert ist es auch, durch die Geschäfte zu gehen. Man weiß nie, was für tolle Sachen man hier finden kann. Genießen Sie einen leckeren Eisbecher auf einer Holzbank mit einem tollen Blick auf die weltlängste Burg, die majestätisch über der wunderschönen Altstadt thront.

Lassen Sie es sich nicht entgehen und bummeln Sie auch durch die schmalen Gassen der Altstadt. Vielleicht sehen Sie das Schild mit der Warnung „Achtung Kampfkatze“ oder die bunt gestrichene Eingangstür eines alten Hauses. Eigentlich muss man nur die Augen offnen halten und schon entdeckt man etwas Interessantes. Zur Mittagszeit bietet sich ein Aufenthalt in einem schattigen Biergarten an.

Die wunderbare Flaniermeile

Möchten Sie lieber unten in der Stadt auf Erkundungstour bleiben, dann gehen Sie an der Pfarrkirche St. Jakob, die im Stil der Gotik als dreischiffige Basilika errichtet worden ist, mit ihrem 79 Meter hohen Turm vorbei.

Anschließend passieren Sie den Bogen einer prächtig bemalten Fassade, ein Fresko von Heinrich Bickel. Das Gemälde zeigt einen Mann, der auf der Straße vor einer Pferdekarre beladen mit Holzstämmen gestürzt ist und trägt die Beschriftung „Gib acht auf die Straß`n – kunnst leicht dein Leben laß`n“.

Eine Warnung, die für die Fußgänger von damals aber auch von heute immer noch aktuell ist, auch wenn in der heutigen Zeit nur noch vereinzelt Autos passieren. Sonst ist man auf der Flaniermeile zu Fuß unterwegs.

Man gelangt so in den Stadtbereich „Grüben“, der schon im Mittelalter von Handwerkern bewohnt wurde. Heutzutage sind die Grüben zur „Street of fame“ geworden. Einundvierzig Jazzplatten, die in den Boden eingelassen sind, tragen die Namen und Daten herausragender Jazzmusiker, die in Burghausen beim der jährlich im März stattfindenden Internationalen Jazzwoche gespielt haben.

Ein weiteres Highlight in den Grüben ist das Renaissance „Mautnerschloss“ mit seinen Arkaden im Innenhof, in dem um 1600 von Mautbeamten der Salzhandel überwacht wurde. Das „weiße Gold“ brachte man auf Salzkähnen, den Pätten, aus den Salinen von Hallein bei Salzburg nach Burghausen. Wenn Sie Interesse an einer Plättenfahrt im Sommer haben, dann buchen Sie einfach eine für die gesamte Familie. Erleben Sie eine wilde Flusslandschaft und eine unvergessliche Aussicht auf die mittelalterliche Altstadt.

Rafael Raaber

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