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Notfallplanung in der Region

Blackout: Vorbereitungen laufen auch im Landkreis Altötting

Stromausfall in Lübeck: Manche Läden mussten dort schließen.
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Was passiert im Falle eines Stromausfalles im Landkreis Altötting?

Vielerorts bereitet man sich auf mögliche Stromausfälle im Winter vor. Die Ergebnisse einer Studie soll als Grundlage für die Notfallplanung dienen. Auch im Landkreis Altötting.

Landkreis Altötting – In Bayern soll sich bezüglich des Katastrophenschutzes einiges tu: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat kürzlich bekanntgegeben, dass Einzelmaßnahmen für die Fortentwicklung des Katastrophenschutzes bereits angestoßen wurden. Doch was passiert im Landkreis Altötting? Dr. Robert Müller von der Abteilung Zentrale Angelegenheiten, Kreisentwicklung und Öffentliche Sicherheit stand Rede und Antwort:

Hallo Herr Dr. Müller. In der Öffentlichkeit wird im Zusammenhang mit der Energiekrise aktuell das Szenario eines länger währenden oder großflächigen Stromausfalles diskutiert. Wie plausibel ist ein „Blackout“?
Aus Sicht des Katastrophenschutzes war das Auftreten eines derartigen „Blackout“ schon zuvor nicht unplausibel. Als mögliche Ursachen dafür seien nur technisches oder menschliches Versagen, Naturkatastrophen bzw. Extremwetterereignisse oder auch Cyberangriffe genannt. Ein Stromausfall mit langer und großräumiger Wirkung kann den Nerv unserer modernen Gesellschaft empfindlich treffen.
Was hieße das konkret? Welche Bereiche wären dadurch betroffen?
Beispielhaft seien nur folgende Bereiche genannt:: Digitale Kommunikation, Fernsehen, Internet, Smartphones, Wasserversorgung, Abfallbeseitigung, Gesundheitssektor, Altenpflege, Ausfall der Lebensmittel-Produktion, Lager- und Transportlogistik, Kühlsysteme, Bezahlsysteme, EC-Karten.
Es soll eine Studie in Auftrag gegeben worden sein, bei der die kritische Infrastruktur im Fokus ist. Wird auch im Landkreis Altötting untersucht?
Im Gleichklang mit vielen anderen Katastrophenschutzbehörden hat auch das Landratsamt Altötting Anfang des Jahres die Erstellung einer sogenannten „Kommunalen Impact Analyse“ (KIA) in Auftrag gegeben. Dabei wurden leitfadengestützte Experteninterviews mit den Organisationen und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur im Landkreis zur Erfassung der Ist-Situation geführt und aufbauend hierauf eine landkreisspezifische Schaden-Ausmaß-Analyse durchgeführt, sprich eine Darstellung der bei einem länger andauernden Stromausfall zu erwartenden Personen- und Sachschäden im Zeitstrahl.
Was ist die „kritische Infrastruktur“ im Landkreis?
Das sind die kommunalen Verwaltungen, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie Hilfsorganisationen. Die Versorgungs- und Entsorgungsbetriebe, Einrichtungen des Gesundheits-, Altenhilfe- und Pflegesektors sowie verschiedene Industrieunternehmen.
Wann ist mit Ergebnissen zu rechnen?
Aktuell läuft die Auswertungsphase des KIA-Projektes, die finale Dokumentation sowie die abschließende Formulierung der Präventionsmaßnahmen und Handlungsempfehlungen stehen noch aus.
Und was passiert, wenn die Auswertungsphase abgeschlossen ist?
Ausgehend von den hieraus gewonnenen Erkenntnissen werden seitens des beauftragten Unternehmens nun landkreisspezifische Präventionsmaßnahmen vorgeschlagen und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Seitens des Landratsamtes ist beabsichtigt, die ortsspezifischen Erkenntnisse aus dem Projekt zeitnah mit den Städten und Gemeinden im Landkreis zu besprechen.

Ebenso soll auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Projekt die Notfallplanung (Etablierung von Krisenstäben und Alarmierungsplänen) in den Kommunen sowie deren landkreisweite Zusammenführung bzw. Verknüpfung weiter vorangetrieben werden. 
Vielen Dank für Ihre Zeit, Herr Dr. Müller.

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