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Biker-Paar aus Haiming fünf Jahre lang unterwegs

„Mitten in Sibirien ging uns das Benzin aus und ein Russe schenkte uns spontan 20 Liter“

Bea und Helmut aus Haiming sprichwörtlich am Ende der Welt.
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Bea und Helmut aus Haiming sprichwörtlich am Ende der Welt.

Von Oktober bis Dezember berichten Bea und „Helle“ - bürgerlich Bettina Höbenreich und Helmut Koch - aus Haiming von ihren Reiseabenteuern in 50 Ländern. Insgesamt waren sie fünf Jahre lang unterwegs und haben etwas getan, was sich viele Menschen in Deutschland nicht vorstellen können: Sie gaben ihr bürgerliches Leben komplett auf und stürzten sich in ein Reise-Abenteuer mit ihren Enduros.

Haiming - Mut haben, in eine neue Richtung gehen, die Komfortzone verlassen: Das ist das Lebensmotto von Bea und Helmut aus Haiming, die allen, die es hören wollen, genau die Botschaft auf den Weg geben. Und sie werden von kuriosen und spannenden Erlebnissen berichten bei mehreren Multimedia-Vorträgen in der Region.

Was sie getan haben, traut sich fast niemand: Mietwohnung gekündigt, die Jobs aufgegeben und einfach losgefahren mit ihren Gelände-Motorrädern. Naja: Ein bisschen Vorplanung war schon notwendig und Proviant sowie Zelte waren eingepackt. Mitten in Sibirien, im Nirgendwo, wurde es einmal brenzlig. „Wo Orte teilweise 1000 Kilometer und mehr auseinander liegen und vielleicht alle 400 Kilometer eine Tankstelle kommt, haben wir uns verschätzt“, erzählt Helmut. Was passierte, als sich nicht mehr weiter wussten? „Ein Russe mit einem alten Wolga Auto tauchte wie aus dem Nichts auf und hatte zufällig 20 Liter Benzin in einem Kanister im Kofferraum. Den schenkte er uns und wir konnten weiterfahren“, so Helmut. Die Reichweite der beiden Honda Transalps beträgt circa 400 Kilometer mit einer Tankfüllung.

In der Mongolei waren sie nach einem Reisetag sprichwörtlich am Ende. Vollkommen erschöpft kamen sie nach zwölf Stunden und 150 Kilometern Querfeldein-Fahrt in ein Jurte-Zeltlager der Einheimischen. „Wir hatten einige Stürze zu verdauen und die Bikes waren leicht beschädigt. Da kam dann schon Frust auf“, erinnert sich Bea. Doch die Mongolen hießen die Fremdlinge sofort willkommen, luden sie ihre Jurte ein und veranstalteten ein spontanes Dorffest: „Sogar eine Ziege wurde für uns geschlachtet, was dort ein besonderes Ereignis ist“, erzählt Bea. Die Einheimischen gaben viel, obwohl sie selbst wenig hatten.

Ihre Weltreise mit den beiden vollbepackten Enduros dauerte satte fünf Jahre, von 2011 bis 2016. Obwohl dies schon eine Zeitlang her ist und Bea und Helmut wieder mehr oder weniger ihren bayerischen berufstätigen Alltag leben, sind die Eindrücke und Erinnerungen vollkommen lebendig. Und die nächste Reise ist schon geplant: „Bekannte sagen manchmal zu uns, dass wir doch schon alles gesehen hätten und es uns gemütlich machen können. Doch wenn einen das Abenteuerfieber gepackt hat, lässt es einen nicht mehr los“, so Bea. Nach Australien, dem Kontinent mit unendlichen Weiten, möchten sie noch einmal. Und Afrika lockt als geheimnisvolle Schatztruhe der Entdeckungen.

Wie kann man sich so ein freies Leben leisten?

Wie haben die beiden Haiminger das alles geschafft? Wie können sie sich so ein freies Leben leisten? Helmut: „Wir sind nicht sehr vermögend, haben auf die Weltreise jahrelang gespart und auf Reisen fast immer gecampt und in Zelten übernachtet.“ So habe man insgesamt „back to basics“ recht günstig gelebt und viel gespart. Eine Auslandskrankenversicherung brauche man schon und in manchen Regionen der Erde sind bestimmte Impfungen Pflicht - zum Beispiel gegen Gelbfieber. Kurioserweise kamen sie nach fünf Jahren Unterbrechung daheim wieder bei den alten Arbeitgebern unter - in Teilzeit. Denn rund um die Bikes haben sich Bea und Helmut ihre Selbstständigkeit aufgebaut. Sie brauchen Zeit zu ihrer freien Verfügung.

In den Vorträgen wollen sie unterhalten - mit Geschichten und Anekdoten - und den Menschen wertvolle Botschaften mitgeben: „Veränderung hält jung, Herausforderungen spornen uns an. Wer die Komfortzone verlässt, wächst in jeder Hinsicht.“ Wer mutig sei, werde fast immer dafür belohnt. Wenn man sich gegenseitig helfe, sei das immer ein großartiges Gefühl. „Eine Panne führte bei allem Ärger immer zu tollen Begegnungen“, so Helmut, der als begeisterter Schrauber und Industriemechaniker auch gut selbst bei Fahrzeugen Hand anlegen kann. Trotzdem sei nie etwas Schlimmes passiert. Bea: „Der Schutzengel flog die ganze Reise über mit.“

Spontane Teilnahme an den Vorträgen möglich - Es gelten die 3-G-Regeln

Der erste Multimedia-Vortrag stieg bereits am Freitag (29. Oktober) in Berchtesgaden, der nächste findet am Donnerstag (4. November) in Neuötting statt. Zumindest drei weitere Termine sind am Sonntag (7. November) in Passau, am Freitag (12. November) in Buchbach und am Donnerstag (2. Dezember) in Puchheim geplant. Auf ihrer Homepage www.timetoride.de fragen die beiden sogar quasi in die Runde, wer noch eine Location kennt, die für einen Vortrag geeignet ist. Dann reagieren sie gerne flexibel und spontan, was ihre generelle Lebenseinstellung ziemlich gut widerspiegelt.

Weitere Informationen und Links

Weitere Informationen bieten Bea und Helmut auf ihrer Homepage „timetoride.de“.

Unter anderem eine Übersicht der bereisten Länder die Route ihrer Motorrad-Weltreise

Eine Übersicht zu den fünf Vorträgen mit Einlass und Ticketpreisen

Den Video zum Vortrag mit jeder Menge Fernweh und Abenteuerfeeling

Die Vorträge in Berchtesgaden, Neuötting, Passau, Buchbach und Puchheim finden voraussichtlich alle statt, obwohl auch Bea und Helmut erleben mussten, „dass die Corona-Beschränkungen viele Menschen zurückhaltend gemacht haben“. Es gelten die 3-G-Regeln. Der Eintrittspreis beträgt im Schnitt 17,50 Euro.

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