Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Außengastronomie darf in Bayern teilweise wieder öffnen

Biergärten in Burghausen noch geschlossen, aber „endlich klare Vorgaben und eine Perspektive“

die beiden Geschäftsführer, Johanna Mitterer (links) und Christine Grist (rechts), der Altstadthotels Familie Mitterer GmbH.
+
Freuen sich bald wieder Gäste in ihren Biergärten und Hotels empfangen zu dürfen: die beiden Geschäftsführer, Johanna Mitterer (links) und Christine Grist (rechts), der Altstadthotels Familie Mitterer GmbH.

Das Wetter in den letzten Tagen war prädestiniert für einen schönen Biergarten-Besuch. Doch erst seit dem 10. Mai darf bayernweit in einzelnen Landkreisen – mit einer stabilen Inzidenz unter 100 – die Außengastronomie wieder öffnen. Im Kreis Altötting müssen sich die Gastronomen noch etwas gedulden - wie etwa Johanna Mitterer, Geschäftsführerin Altstadthotels Familie Mitterer GmbH. Aktuell heißt es im Biergarten des Hotel Post und im Klostergasthof Raitenhaslach noch: Wir haben geschlossen. Doch endlich gibt es eine Perspektive. 

Burghausen - „Wir verfolgen die aktuellen Entwicklungen mit großem Interesse. Wir müssen es abschätzen können, wann wir wieder aufsperren dürfen. Wegen der Fallzahlen ist das allerdings noch ein Ratespiel“, schildert Johanna Mitterer gegenüber innsalzach24.de. Erfreulich ist für die Geschäftsführerin, dass es aber inzwischen klare Vorgaben gibt. Die Ungewissheit während der Corona-Zeit war sehr schwierig. Endlich gibt es eine Perspektive für sie und alle anderen Gastronomen und Hoteliers.

Biergärten in Burghausen und Raithenhaslach noch geschlossen

Dass die Außengastronomie in anderen Landkreise bereits öffnen dürfen, ärgert sie keineswegs. „Das wäre komplett an der Situation vorbei gedacht. Wir haben uns die ganze Zeit nicht geärgert“, so Mitterer, die zusammen mit ihrer Schwester Christine Christ für das Unternehmen zuständig ist. Gegen eine Naturgewalt könne man schließlich nichts unternehmen, ähnlich wie beim Wetter. Daher hoffe sie auf einen stabilen Sommer, denn nur Außengastronomie sei eine große Herausforderung und könne nur eine Übergangslösung sein.

Die Geschäftsführerin sieht an der landkreisbezogenen Regelung sogar einen Vorteil: „Wenn einzelne Regionen doch wieder hart betroffen sein sollten, könnten die anderen normal weiter machen.“ Doch bis zur Öffnung könnten noch einige Tage vergehen. So muss die Inzidenz mindestens fünf Tage unter 100 liegen, ehe das Gesundheitsamt einen Antrag zur Öffnung beim Bayerischen Gesundheitsministerium stellen kann.

Noch wird der Biergarten vor dem Hotel zur Post am Stadtplatz in Burghausen auf Vordermann gebracht, bald soll es hier wieder gesellig sein.

Vorbereitungen laufen - Lockdown sinnvoll genutzt

„Wir bereiten uns aber ganz intensiv auf die Wiedereröffnung in Raitenhaslach vor“, so die Geschäftsführerin. Man sei zudem in Gesprächen mit der Stadt. Im Biergarten in Raitenhaslach soll ein Teil der Terrasse mit einer Pergola überdacht werden. Das wäre ein ganz wichtiger Schritt, um auch bei ungewisser Wetterlage Gäste anzulocken. Man folge damit einer Empfehlung der Bundesregierung, die Bewirtung nach Möglichkeit ins Freie zu verlegen. Abhängig sei der Auftrag an eine Burghauser Firma nun noch von der Genehmigung durch die Stadt Burghausen.

Natürlich wäre es in der ganzen Zeit oft sehr deprimierend gewesen. „Wir haben uns auch nicht vorstellen können, dass der Lockdown wirklich so lange dauert. Aber wir haben die ganze Zeit sehr fleißig gearbeitet“, schildert Mitterer. So wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten in Hotel und Restaurant umgesetzt und technische Ausrüstung digitalisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Auch kleinere Dinge wie die Organisation für das Mitarbeiteressen wurden optimiert.

Viele Zimmer im Hotel zur Post wurden saniert.

„Wir haben trotz der Ungewissheit in unser Unternehmen investiert, weil wir daran glauben“, sieht Johanna Mitterer das Familienunternehmen gut aufgestellt für die Zukunft. Wenn es nun endlich wieder losgeht, habe sie alle Hände frei, um sich auf das Wohlergehen der Gäste konzentrieren zu können. Dazu zählen hoffentlich auch bald wieder mehr Hotelgäste. Zwar hätte das Hotel Post nie geschlossen gehabt, aber es durften während des Lockdowns nur Geschäftsreisende übernachten.

Auch Hotels können bald wieder öffnen

Ab dem 21. Mai dürfen Hotels unter einer Inzidenz von 100 wieder öffnen. Mitterer selbst ist von einer Eröffnung der Hotels frühestens zum 28. Mai ausgegangen. Doch durch die rasch sinkende 7-Tages-Inzidenz im Landkreis Altötting könnten diese zum Start der Pfingstferien eine Woche früher ihre Pforten öffnen. „Wir waren überrascht, aber die Entwicklung ist höchst erfreulich. Wir haben alle Hotels bereits ab dem 21. Mai zur Buchung freigeschaltet“, erzählt Mitterer optimistisch.

Oft wurde sie von Gästen gefragt, wann sie wieder aufsperren dürfen. Bald ist es nun soweit. „Ich hoffe, dass sich die Menschen nicht ans Daheimbleiben gewöhnt haben, sondern sich wieder auf das gesellige Leben im Wirtshaus freuen“, so ein Anliegen der Geschäftsführerin. Doch eines wird Mitterer am Lockdown mit einem Augenzwinkern auch vermissen: „Dass meine Kinder um 22 Uhr daheim waren, das war irgendwie auch schön.“ 

jz

Kommentare