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Der zehnte Teil unserer Serie

Artikelserie zur Burghauser Geschichte: Das war Dr. Franz Xaver von Hoppenbichl

Dieses Porträt zeigt Dr. Franz Xaver von Hoppenbichl (1721 – 1779)
Der Entwurf stammt von Johann Nepomuk della Croce (um 1779), die Ausführung in Kupferstich von Joseph Anton Zimmermann
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Dieses Porträt zeigt Dr. Franz Xaver von Hoppenbichl (1721 – 1779) Der Entwurf stammt von Johann Nepomuk della Croce (um 1779), die Ausführung in Kupferstich von Joseph Anton Zimmermann .

In unseren neuen Serie präsentieren wir euch in Zusammenarbeit mit dem Burghauser Stadtarchiv in regelmäßigen Abständen interessante Details aus der Geschichte der alten Herzogstadt. Der zehnte Teil befasst sich mit Dr. Franz Xaver von Hoppenbichl.

Burghausen - Die Stadt Burghausen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Und sie bietet weit mehr als nur die längste Burg der Welt. Zusammen mit dem Stadtarchiv Burghausen wollen wir euch besondere Geschichten aus der Burghauser Vergangenheit präsentieren. Den Anfang machte Johann Anton von Manner, gefolgt vom Adelsgeschlecht der MautnerAnna EßbaumTherese VorausHerzogin Hedwig, die Braut der Landshuter Hochzeit, Kunigunde von LuxemburgAbt Emanuel II. , der Graf von Taufkirchen sowie zuletzt Bader Bauer.

Dr. Franz Xaver von Hoppenbichl (1721 – 1779) - Gründer der Sittlich-Ökonomischen Gesellschaft zu Burghausen

Im 18. Jahrhundert gab es eine Gründungswelle gemeinnütziger Vereine und Gesellschaften. Ihre Mitglieder setzten sich für die Volksbildung, die Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse und die Förderung von Handel, Gewerbe und Ackerbau ein. Dies geschah im Kontext der Aufklärung, einer gesamteuropäischen Bewegung, die die Vernunft und ihren richtigen Gebrauch zum Maßstab für das menschliche Handeln erklärte. Auch der Geistliche Dr. Franz Xaver von Hoppenbichl gründete 1765 in Neuötting die „Gesellschaft der Schönen Wissenschaften“.

Joseph Franz Xaver von Hoppenbichl wurde als ältester Sohn eines kurfürstlichen Regierungsrates in Burghausen geboren. Nach dem Besuch des Jesuitengymnasiums studierte er Theologie. Er war Benefiziat in Rosenheim, Hofkaplan in München, wo er zum päpstlichen Protonotar ernannt wurde, und ab 1759 kurkölnischer Benefiziat in Altötting.

Hoppenbichls Interesse galt dem gelehrten Austausch. Sein Dasein in Altötting empfand er als geistige und soziale Isolation, die Region als „wüste Einöde“. Mit Gleichgesinnten gründete er 1765 die „Gesellschaft der Schönen Wissenschaften“, die 1772 nach Burghausen verlegt wurde. 1778 bestätigte Kurfürst Karl Theodor die mittlerweile umbenannte „Churpfalzbaierische Gesellschaft sittlich- und landwirthschaftlicher Wissenschaften“, kurz Sittlich-Ökonomische Gesellschaft, zu Burghausen.

1773 zog auch Hoppenbichl nach Burghausen, wo er die Stelle des Rektors am Burghauser Lyzeum inne hatte. Als Gründer und bis zu seinem Tode 1779 Direktor der „Sittlich-Ökonomischen Gesellschaft“ hielt er öffentliche Vorträge und publizierte wissenschaftliche Abhandlungen. Für dieses Lebenswerk erhielt er Ehrungen wie die Ernennung zum Ritter des portugiesischen Christus-Ordens. In- und ausländische Akademien wählten ihn zu ihrem Mitglied. Der bayerische Kurfürst lobte seine Tätigkeit.

Stadtarchiv Burghausen/jz

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