AOK intiiert Gesundheitsprojekt in Burghausen

Gemeinsam gegen die Sucht an Schulen

+

Burghausen/Mühldorf - Matthias ist nicht computerspielsüchtig! Erleichtert blickt der Siebtklässler auf seinen Selbsttest, den er im Ganztagesworkshop „Chatten, Zocken, Cyber- crime“ ausfüllen durfte, während seine Mitschüler Workshops zu anderen suchtrelevanten Themen besuchen.

Das Präventionsprojekt ermöglicht es Schülern, sich in einem Präventionsworkshop mit ihrer derzeitigen Lebenswelt zu beschäftigen. „Die Themen sind vielfältig, Alkohol und Drogen spielen ebenso eine Rolle wie die neuen Medien, Compu- terspiele, Essstörungen oder Männerbilder“, erklärt Benjamin Grünbichler, Geschäftsfüh- rer der Rosenheimer Suchtberatungsstelle Neon. Diese verwirklicht das Projekt an der Maria-Ward-Realschule Burghausen in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften. 

Es ist mir ein großes Anliegen, dass sich junge Menschen ihre Gesundheit bewahren und nicht in eine Sucht abrutschen“, so Andreas Santl, Direktor der AOK Bayern – Die Gesundheitskasse, Direktion Altötting/Mühldorf, die das Projekt angestoßen und die Finanzierung übernommen hat.

Die Plattform Schule eigne sich in dreierlei Hinsicht für die Präventionsarbeit: Die Schüler könnten frühzeitig erreicht werden, würden durch den Erwerb von Gesundheitskompetenzen gestärkt und lernten das regionale Beratungsangebot kennen, so Santl. So sieht es auch der Präventionsbeauftragte der Realschule, Franz Holzner, und ergänzt: „Die direkte Zusammenarbeit der Suchtberatungsstelle mit den Lehrkräften und Jugendsozialarbeitern an der Schule ermöglicht zudem im Bedarfsfall schnelle Hilfe und Unterstützung von Betroffenen oder deren Angehörigen. Beim Elterninfoabend werden die Erziehungsberechtigten dazu angeregt, mit ihren Kindern ins Gespräch zu kommen, um problematisches Verhalten frühzeitig zu erkennen und anzusprechen.“

Das Projekt eignet sich besonders für komplette Jahrgangsstufen, insbesondere für die 7. Klassen. „Der Großteil der Schüler dieser Jahrgangstufe hat in der Regel kein problematisches Konsumverhalten, aber bereits Kontakt beziehungsweise erste Erfahrungen mit Substanzen wie Nikotin, Alkohol oder Cannabis“, erläutert Grünbichler. Auch die Nutzung sozialer Netzwerke und Computerspiele seien für die Mehrheit alltäglich. Ebenfalls von hoher Relevanz für die pubertierenden Schüler seien die Themen „Körperwahrnehmung“, „Männerbilder“ und „Umgang mit Kummer“.

Letzte Woche trafen sich die Beteiligten in der AOK-Geschäftsstelle Mühldorf, um den Start des Projekts noch im Herbst auf den Weg zu bringen.

PR-Mitteilung AOK Bayern - Die Gesundheitskasse

-ANZEIGE-

Zurück zur Übersicht: Stadt Burghausen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.

Live: Top-Artikel unserer Leser