Sechsmonatige Testphase soll demnächst in Burghausen starten

Alte Brücke wird Einbahnstraße – „Reißen sie nicht ein, es sind nur drei Schilder“

Die Schilder zur Regelung der Einbahnstraße auf der Burghauser Brücke stehen schon
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Die Schilder stehen schon. Innerhalb der nächsten 14 Tagen soll die Einbahnstraßenregelung auf der Burghauser Alten Brücke in Kraft treten. Dann dürfen Autos nur noch aus Österreich kommend die Grenze passieren.

Burghausen – Bürgermeister Florian Schneider bezeichnete die Einführung einer Einbahnstraßenregelung auf der Alten Brücke in der Hauptausschusssitzung am Mittwoch, 7. Oktober, erneut als einen sinnvollen Baustein.

Die Entscheidung zu dieser Regelung komme laut Bürgermeister Florian Schneider „nicht aus heiterem Himmel“. Bereits im Mai habe er von möglichen drei Varianten berichtet, um den Burghauser Stadtplatz vom Verkehr zu entlasten. Dennoch habe er den Eindruck, dass seit Bekanntgabe der Einbahnstraßenregelung die kritischen Stimmen lauter werden. „Wir reißen die Brücke ja nicht ein, wir stellen nur drei Schilder auf“, so Schneider.


Alte Brücke in Burghausen wird Einbahnstraße - Lösung für Österreich schwierig

Es sei keine völlig neue Idee. „Aber es so zu lassen wie es jetzt ist, ist mir zu wenig“, so Schneider. Natürlich sei eine Lösung für Österreich sehr schwierig. Besonders die Verkehrssituation in der Acher Gasse sei nicht ideal. Primär gehe es jetzt um eine sechsmonatige Testphase mit Verkehrszählung, die innerhalb der nächsten 14 Tage umgesetzt werden soll. Danach werde die Situation neu beurteilt.


„Wenn man etwas ausprobiert, hofft man natürlich auch auf eine Besserung“, erklärt das Stadtoberhaupt. Es sei ein sinnvoller Baustein des Mobilitätskonzeptes. Dabei gehe es darum, die Zufahrt zum Stadtplatz einzuschränken. Ein weiterer Aspekt in diesem Konzept sei eine mögliche Einführung von Parkgebühren, um den Verkehr bewusst zu lenken.

Unterstützung bekommt Schneider von Stadtrat Klaus Schultheiss (FDP). Dennoch wäre es aus seiner Sicht sinnvoll, den Test auf die Sommermonate auszuweiten. Dort würden sich die Bürger am Stadtplatz aufhalten.

Maßnahme ohne Rücksprache mit Stadtrat

Auch Stefan Niedermeier (UWB) halte den Test in den kommenden sechs Monaten für nicht aussagekräftig. Generell herrsche im Winter „tote Hose“ am Stadtplatz. Hinzu komme Corona. Im Allgemeinen sei er sowieso nicht überzeugt von dieser Maßnahme: „Persönlich halte ich es für nicht gut, eine Brücke zu begrenzen. Ich hätte mir diesbezüglich eine Entscheidung im Stadtrat gewünscht“, so Niedermeier.

Doris Graf (SPD) ist dagegen froh darüber. Sie habe selbst vor Jahren einen ähnlichen Antrag gestellt. Sie erhoffe sich dadurch auch mehr Sicherheit. Norbert Englisch (SPD) hinterfragte noch die Richtung der Einbahnstraße, da der Verkehr aus Österreich kommend schlechter für den Busverkehr sei.

Für Schneider sei diese Variante besser für den Verkehrsfluss. 99 Prozent würden rechts abbiegen. Zudem verhindere man dadurch einen Rückstau durch die Linksabbieger. „Ich möchte das jetzt ausprobieren“, so Schneider abschließend.

jz

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