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Zur Stärkung der Burghauser Altstadt

„Eierlegende Wollmilchsau“ gesucht: Ab Herbst soll „Altstadt-Kümmerer“ starten

Energieversorgung, Nahversorgung, Denkmalschutz und Sanierung: In Altstädten sind das schwierige Themen.
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Die Burghauser Altstadt-Bewohner habe spezielle Schwierigkeiten zu meistern.

Während des Bürgerbeteiligungsprozesses zur Gestaltung der Altstadt wurde klar, dass der historische Kern Burghausens und dessen Bewohner besondere Bedürfnisse haben. Künftig soll nun ein „Altstadt-Kümmerer“ Fragen zu Energie- und Nahversorgung, Denkmalschutz, Nachhaltigkeit und Sanierung beantworten.

Burghausen – Es wurde ordentlich Staub aufgewirbelt beim Bürgerbeteiligungsprozess in der Burghauser Altstadt. Über mehrere Wochen hinweg waren im Frühjahr Ideen für die Gestaltung einer attraktiven und lebenswerten Altstadt gesammelt worden. Fünf Fokusthemen hatten sich dabei herauskristallisiert: Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, ein Nutzungsmix in den Grüben, das Thema Mobilität, Bauen – Sanieren – Denkmalschutz – Energie, und die Kultur in der Altstadt. Gerade weil während des Prozesses festgestellt worden war, dass es in Burghausen an der Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern hapert, sollte möglichst schnell ein Altstadt-Manager eingesetzt werden, um sich um Leerstände und deren Nutzung sowie die Beratung von Eigentümern und Bewohnern zu kümmern.

Die Stadt hat auch schon einige Bewerbungen für die Stelle erhalten: „Diese sichten wir aktuell und werden dann ins Auswahlverfahren gehen“, so der Erste Bürgermeister Florian Schneider.

„Der Altstadt Kümmerer ist von der Städtebauförderung gefördert und ist im Speziellen für die Altstadt der neue Ansprechpartner. Ich verspreche mir von dieser neuen zentralen Anlaufstelle viel.“

Florian Schneider, Erster Bürgermeister von Burghausen

Sorgen der Altstadt-Bewohner

Bereits während des Prozesses wurde betont, wie wichtig die Nah- und Energieversorgung in der Altstadt sind. Diese Themen dürften durch die kürzliche Schließung des „Altstadt-Edekas“ und die aktuelle Energiekrise in den Vordergrund drängen. Auch das Thema „Leerstand in Burghausen“ wird momentan emotional in sozialen Medien diskutiert. Laut Anton Steinberger, Geschäftsführer der Burghauser Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wifög) stapeln sich aber für Läden und Gewerbeflächen die Bewerbungen: „Gerade für die Grüben haben wir mehr Interessenten, als es Läden gibt.“ Es seien aber häufig die hohen Mieten, die Bewerber am Ende abschreckten, so Steinberger. Aktuell dürfte die Angst vor hohen Strom- und Energiekosten erschwerend hinzukommen.

Während einige Gebäude in der Altstadt seit Jahren leer stehen, werden Plätze in der Burghauser Containerstadt eng. Wohnraum ist spärlich und teuer, der ÖPNV für das tägliche Pendeln nach Burghausen zu wenig ausgebaut. Gerade der Burghauser Citybus war wenig verlässlich in den Sommermonaten und liess teils lange auf sich warten. Parkplätze für Anwohner und Veranstaltungsbesucher sind seit eh und je Mangelware in der Altstadt. Der Kümmerer wird sich aber neben diesen auch um viele andere Themen wie Denkmalschutz, Sanierungen und das Umrüsten von Gasheizungen kümmern müssen.

Tätigkeitsprofil des „Kümmerers“

Der „Altstadt-Kümmerer soll künftig Akteure vernetzen und die Plattform für die Realisierung von Projektideen betreuen“ schreibt die Stadt Burghausen. „Die Themen Sanierung von historischen Altstadtgebäuden, strategisches Leerstands-Management und Nutzungsmischungen in der Altstadt stehen dabei besonders im Vordergrund. Der oder die Manger:in soll bei der Wirschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH für drei Jahre angestellt werden und 20 Wochenstunden in einem Kümmerer-Büro in der Altstadt arbeiten und damit die Stadtverwaltung unterstützen.“

Wenn es um die Kompetenzen geht, soll der „Kümmerer“ eine „eierlegende Wollmilchsau“ sein, „ die dennoch vorwiegend im Hintergrund agiert und kein Selbstdarsteller ist“: So beschreibt es die Stadt Burghausen auf ihrer Homepage. Bewerbungen mit Gehaltsvorstellungen werden ausschließlich digital bis 3. September 2022 unter bewerbungen@burghausen.de angenommen.

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