Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Grundstock für Sozialfond der Stadt

30000 Euro für Burghausen: Spender möchte namentlich nicht genannt werden

Bürgermeister Florian Schneider und Sozialreferentin Sabine Bachmaier sprechen über den Sozialfond.
+
Hauptausschusssitzung Burghausen am 31. März.

Über eine besonders großzügige Spende durfte sich die Stadt Burghausen freuen: 30000 Euro gingen der Stadt von einem/r Burghauser/in zu. Die Person möchte namentlich nicht genannt werden und mit der Summe den Grundstock für einen städtischen Sozialfond legen. Bedürftigen soll damit schnell und unbürokratisch Hilfe geleistet werden können.

Burghausen – Gerade jetzt, wo die Schlagzeilen von Negativmeldungen strotzen, tut eine Meldung wie oben besonders gut: Es gibt sie noch, die wohltätigen Menschen und Helfer, die sich mit ihren Taten nicht selbst beweihräuchern oder bereichern möchten. Und auch wenn in den letzten Wochen die überbordende Hilfs- und Spendenbereitschaft, die zahllosen Aktionen und Hilfstransporte in die Ukraine, an die Grenze oder für Flüchtlinge durch die Medien ging: Auch in reichen Städten wie Burghausen gibt es noch Menschen in Not. Ob durch Schicksalsschläge, Krankheit oder Arbeitslosigkeit: So mancher Burghauser hat es schwer, und angesichts der steigenden Energie- und Kraftstoffkosten dürfte die Hilfsbedürftigkeit in naher Zukunft drastisch zunehmen.

Da kommt die Gründung eines städtischen Hilfsfond gerade recht. „Der Grundstock dafür wurde von einer Burghauser Person gelegt, die namentlich nicht genannt werden möchte“, so der Burghauser Bürgermeister Florian Schneider bei der Hauptausschussitzung der Stadt am 30. März. „Was derjenige wollte war, unbürokratische Hilfe von seriöser Stelle bieten zu können.“ Erst im Jahr 2020 habe es in Burgkirchen die gleiche Variante gegeben, so Schneider. Die Richtlinien, die für den dortigen Sozialfond erstellt wurden, sollen nun auch die Grundlage für den „Bürgersozialfond Burghausen“ bilden.

„Ich freu mich ehrlich, innerlich und außerordentlich“, so der Bürgermeister. „Besonders sympathisch finde ich, wenn es um die Sache geht, und nicht darum, seinen Namen in der Zeitung zu lesen.“ Seit 1998 unterhält die Bürgerinsel Burghausen einen Sozialfond für Burghauser Bürger. Erlöse aus Salzachbrückenlauf und Spenden finanzieren denselben, doch reichen die Mittel oft nicht aus. Schneider betont, dass man mit der Neugründung des „Bürgersozialfond Burghausen“ nicht mit dem Fond der Bürgerinsel in Wettbewerb treten wolle. Alfed Danninger, Leiter des Vereins Bürgerinsel habe diesbezüglich keine Bedenken und auch Sozialreferentin Sabine Bachmaier nicht.

Ich hoffe, wir bekommen durch diese Spende noch mehr Geld für den Fond“, so Florian Schneider. Auch Bachmaier zeigt sich hocherfreut über die Spende: „Ich bin überzeugt, dass wir auch im reichen Burghausen Leute haben, die das brauchen.“ Gleich mehrere Mitglieder des Hauptausschusses bringen die Wichtigkeit vor, dass Gaben durch den Fond nicht auf Leistungen wie Arbeitslosengeld I oder II angerechnet werden. Man könne nicht einfach nur mildtätig sein, man müsse auch berücksichtigen, das Betroffenen durch eine milde Tat kein Verfahren an den Hals gehängt werde. Der Stadtrat stimmte der Einrichtung des Bürgersozialfonds bereits zu, die Richtlinien sollen zum 1. Mai in Kraft treten.

Kommentare