Anklage noch im Dezember?

Todesdrohungen gegen Polizisten im Fall Andre B.

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Nachbarn, Angehörige und Freunde von Andre B. haben wenige Tage nach dem tödlichen Schuss auf den 33-Jährigen am Tatort Kerzen und Blumen niedergelegt
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Burghausen - Noch heuer könnte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Beamten erheben. Dessen Kollegen indes sind in Sorge: Der Polizist soll Todesdrohungen erhalten haben.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, will die Staatsanwaltschaft im Fall Andre B. im Dezember darüber entscheiden, ob gegen den Polizisten, der den 33-Jährigen erschossen hat, Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben wird. Die Ermittlungen sind offenbar weit fortgeschritten. So können nun bereits der Verteidiger des Polizisten und der Anwalt der Nebenklage innerhalb von rund vier Wochen ihre Stellungnahmen bei der Staatsanwaltschaft abgeben, berichtet die Bild. Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte die Staatsanwaltschaft Traunstein, man werde sich zum Stand des Verfahrens nicht äußern.

Der Beamte hatte bei seinem Schuss auf die Beine des 33-Jährigen gezielt, Andre B. jedoch tödlich im Nacken getroffen. Wie bereits berichtet, geht es im Kern der Ermittlungen darum, ob der Polizist bei seinem Schuss sorgfaltswidrig oder sorgfaltsgemäß gehandelt hat - ob also unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten ein Schuss auf die Beine vertretbar war.

Todesdrohungen gegen den Polizisten

Ganz unabhängig von den laufenden Ermittlungen sind die Kollegen des derzeit suspendierten Polizeibeamten in Sorge. Dieser soll anonyme Todesdrohungen erhalten haben. "Wir nehmen die Sache sehr ernst und machen uns Sorgen um die Sicherheit unseres Kollegen", zitiert die Bild-Zeitung einen Polizeisprecher.

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