Was bringen die Schallschutzwände der Bahn?

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Wie viel Schall die niedrigen Schutzwände tatsächlich abhalten, soll in Burghausen ermittelt werden
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Burghausen - Wird der Lärm "deutlich gemindert" oder bringen die neuen Schallschutzwände gar nichts? Die Meinungen von Anwohnern und Bahn gehen weit auseinander.

Seit letztem Jahr passieren die Züge im Burghauser Stadtgebiet auf einer Strecke von 700 Metern 74 Zentimeter niedrige Schallschutzwände. Dabei handelt es sich um eine neue Form des Lärmschutzes an Bahngleisen. Weil die Wände so niedrig sind, können sie direkt ans Gleis gebaut werden und den Schall quasi schon im Keim ersticken. Wie bereits berichtet, war bislang unklar, wie viel die neue Technik tatsächlich bringt - genau das soll schließlich in dem Pilotprojekt in Burghausen ermittelt werden.

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Im Moment scheiden sich offenbar die Geister, wie sehr sich der Lärmschutz in Burghausen gebessert hat. Wie der Alt-Neuöttinger Anzeiger berichtet, sind mehrere Anwohner der Meinung, die niedrigen Schallschutzwände bringen überhaupt nichts. Ganz anders die Einschätzung der Bahn: Die Lautstärke der "ohnehin leisen Nahverkehrszüge" sei "deutlich gemindert" worden, "nämlich um sieben bis neun Dezibel", zitiert die Zeitung einen Bahnsprecher, der sich auf 100 bisher in Burghausen durchgeführte Messungen beruft.

Eine Minderung um bis zu neun Dezibel wäre ein großer Erfolg für die Bahn. Theoretisch hätte der Effekt der neuen Schutzwände auch gleich null sein können - Erfahrungswerte hatte es vorher ja keine gegeben. Als Faustformel gilt, dass Menschen ein um zehn Dezibel leiseres Geräusch als halb so laut wahrnehmen.

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Die Präsentation der Lärmschutzwände

So niedrig sind die neuen Lärmschutzwände

Der Spatenstich

Hier entstehen bald die neuen Schallschutzwände

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