Bauplan nur verschoben, nicht abgehakt

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Burghausen - Mit einiger Enttäuschung hörten einige Bürger am Mittwoch, dass der Stadtrat die Bebauung eines Spielplatzes zwar verschob, nicht aber gänzlich abhakte.

"Wir haben schon damit gerechnet, dass Bürgermeister Steindl von dem Plan ganz wegkommt," so Peter Puscha, einer der Gegner des Bauvorhabens gegenüber Innsalzach24. Der Stadtrat hatte zwar einstimmig entschieden, die Bebauung einer Grünfläche und eines Spielplatzes an der Wackerstraße - auf dem sogenannten Hauserbauergrundstück - erst einmal zu verschieben. Hans Steindl wollte sich aber die Möglichkeit grundsätzlich offen halten.

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Vorerst mal denkt die Stadt jetzt darüber nach, in den Spielplatz zu investieren. Neue Gerätschaften sollen her. "Aber auch das sind eben alles Geräte, die im Notfall auch an einen anderen Platz gebracht werden könnten," relativierte Puscha.

Bürgermeister Hans Steindl

Anstoß des Protests war der Plan der Stadt Burghausen, eine 5000 Quadratmeter große Fläche an der Wackerstraße - inklusive Spielplatz - in Baugrund für ein Wohnprojekt zu verwandeln. "Die Nachfrage in Sachen Eigentumswohnungen ist sehr hoch", so Bürgermeister Hans Steindl im Innsalzach24-Interview. "Wir suchen daher nach Möglichkeiten, der Nachfrage gerecht zu werden." Allerdings stehen neben dem Grundstück an der Wackerstraße noch sieben weitere Alternativen zur Wahl. Bei einer Informationsveranstaltung Ende November war der Planentwurf für das Gebiet Wackerstraße der Öfffentlichkeit vorgestellt worden. Hier hatte Steindl mit dem Protest der Anrainer zu kämpfen. Daraufhin versprach der Bürgermeister, das Projekt noch einmal zu überdenken.

"Wir haben mit einer klaren Entscheidung gerechnet und sind etwas enttäuscht," so Puscha. "Und wenn in Zukunft wieder über die Bebauung gesprochen wird, wird auch unser Protest weitergehen. Das ist sicher." Erhalten gehört der Spielplatz für die Bau-Gegner aus mehreren Gründen: viele junge Familien mit Kindern wohnen im Umfeld, es vergehe kein Tag, an dem der Platz nicht ausgenutzt werde. Bei anderen Spielplätzen in Burghausen sei das anders, so Puscha. Dieser sei der zentralste. Außerdem bilde die Grünfläche um den Spielplatz herum eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. "Und natürlich muss man auch zugeben, dass der Wert der Anrainer-Grundstücke sinkt, wenn da ein mehrstöckiger Wohnkomplex daneben steht," räumt Puscha ein. "Das ist zwar nicht der Hauptgrund, aber doch ein Thema in unserem Protest"

ds

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