Zwei Jahre auf Bewährung

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Für den 14-jährigen Radfahrer kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Altötting - Das Urteil ist gefallen: Der 27-jährige Mercedes-Fahrer, der am 18. September 2009 in Altötting einen 14-jährigen Radfahrer totgefahren hat, muss nicht ins Gefängnis.

„Ein Mitverschulden des Opfers kann nicht ausgeschlossen werden“, so die Begründung des Richters bei der Urteilsverkündung am Montagmittag im Landgericht Altötting. Aus diesem Grund fiel das Urteil auch äußerts mild aus: zwei Jahre auf Bewährung.

Archiv-Fotostrecke: Tödlicher Unfall in Altötting

Tödlicher Unfall in Altötting

Die Empörung war der Mutter des Opfers sichtlich anzuerkennen. Der Vater hatte aus Protest bereits zuvor den Gerichtssaal verlassen, nachdem der Staatsanwalt in seinem Plädoyer bereits davon sprach, dass ein Mitverschulden des Opfers nicht auszuschließen sei.

Unverständnis bei den Angehörigen

Der 27-jährige Unfallfahrer ist kein unbescholtenes Blatt: Er war bereits vorbestraft, unter anderem wegen einer Alkoholfahrt. Für die Angehörigen des Opfers um so unverständlicher, dass der 27-Jährige mit einer Bewährungsstrafe davonkam. Daran wird sich nach der ehrlich gemeinten Entschuldigung des Angeklagten auch nichts ändern.

(Ausführlicher Bericht folgt)

Vor dem Amtsgericht.

Wie berichtet, kam für den 14-jährigen Jungen am 18. September 2008 jede Hilfe zu spät. Er zog sich bei dem Unfall so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Gegen 19.50 Uhr fuhr der 14-Jährige mit seinem Fahrrad auf der Mühldorfer Straße. Laut Polizeibericht war das Fahrrad mit keiner lichttechnischen Einrichtung ausgestattet. In gleiche Richtung fuhr der 27-jährige Angeklagte. Er muss den Jungen übersehen haben, denn er erfasste ihn frontal mit seinem Auto.

Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der Unfallfahrer alkoholisiert war, er hatte 1,66 Promille im Blut.

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