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Aktuelle Analyse und Langzeitentwicklung

Zahlen steigen weiter: Jetzt zwei Orte im Kreis Altötting mit über vier Prozent Infizierten

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei fast 2000 und so viele „aktive“ Corona-Fälle wie noch nie: Die Omikron-Variante marschiert durch den Landkreis Altötting - und beschert manchen Gemeinden schon Infektionsquoten von über vier Prozent.

Landkreis Altötting - Bundesweit mögen die Zahlen rückläufig sein, im Landkreis Altötting geht es aber weiter hinauf: 2742 Menschen galten am Dienstag (15. Februar) als „aktiv“ Corona-infiziert - wieder ein Anstieg um gut 300 im Vergleich zur Vorwoche. Fast alle Kommunen im Landkreis haben mehr Corona-Fälle als vor einer Woche. Im Landkreis-Schnitt sind es derzeit 2,46 Prozent, die als mit dem Coronavirus infiziert gelten.

Die Corona-Hotspots im Landkreis Altötting

Zwei Orte sind es, die diese Woche besonders auffällig hohe Corona-Zahlen haben, in Relation zur Bevölkerungsgröße: Feichten und Erlbach. In Feichten entsprechen die 52 „aktiven“ Fälle 4,16 Prozent der Bevölkerung und in Erlbach machen die 48 Corona-Infizierten 4,01 Prozent der Einwohner aus. Beides Rekordwerte seit Beginn der Corona-Pandemie. Auf den weiteren Plätzen folgen Perach (3,49 Prozent/45 „aktive“ Fälle), Winhöring (3,08 Prozent/146 Fälle) und Neuötting (2,93 Prozent/259 Fälle). Erlbach ist diese Woche außerdem der einzige Ort, in dem sich die Zahl der Corona-Fälle im Vergleich zur Vorwoche mindestens verdoppelt hat.

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 15. Februar.

Fast alle Kommunen im Landkreis Altötting weisen diese Woche höhere Corona-Fallzahlen als vorige Woche aus. Nur in Kastl, Mehring, Pleiskirchen und Tyrlaching ging der Wert leicht zurück, in Marktl stagniert er. In absoluten Zahlen am meisten Corona-Infizierte gibt es in Burghausen (384), Altötting (325), Neuötting (259) und Burgkirchen (258), am wenigsten in Stammham (19) und Tyrlaching (19).

„Aktive“ Corona-Fälle in Burghausen, Altötting, Burgkirchen, Töging und Neuötting im Verlauf der vergangenen Wochen.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 295 Todesfälle im Landkreis zu beklagen - einer mehr als vorige Woche. 25 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Altötting sind derzeit in einem Krankenhaus untergebracht, fünf von ihnen müssen auf einer Intensivstation behandelt werden. Die Werte sind über die vergangenen Wochen recht stabil. Die neue Corona-Variante „Omikron“ gilt als wesentlich ansteckender als Delta. Gleichzeitig gehen Fachleute davon aus, dass Omikron im Schnitt mildere Krankheitsverläufe verursacht.

xe

Rubriklistenbild: © Konrad Lackerbeck / Wikipedia https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

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