Wespensaison endet nach hunderten Einsätzen

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Altötting - Nach mehr als 450 Einsätzen geht die Arbeit für die Wespenberater des Landkreises Altötting zu Ende. Was sie in diesem Jahr alles leisteten:

Mit einem Jahresabschlusstreffen am 2. November beendeten die Wespen-/Hornissenberater eine arbeitsreiche Saison. Bei 453 Einsätzen legten 45 Wespenberater 4550 Kilometer zurück, so viele wie noch nie seit Gründung des Wespenberaternetzwerks vor 9 Jahren. Dr. Robert Müller, Abteilungsleiter für Umweltschutz am Landratsamt, dankte den Beraterinnen und Beratern auch im Namen von Landrat Erwin Schneider für ihren Einsatz zum Wohl der Bürger und der Natur.

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Die Berater sind ehrenamtlich tätig und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in unserem Landkreis und damit auch zur Erreichung der Ziele der Bayerischen Biodiversitätsstrategie. Sie erhalten keine Aufwandsentschädigung, sondern lediglich einen Fahrtkostenzuschuss. Nach wie vor ist das Beraternetzwerk in Bayern einmalig. Karl Lipp, der fachliche Leiter des Netzwerks, blickte auf die Aktivitäten zurück: Grundkurs für Anfänger, Fortbildungen, Vorträge über Wespen, Hornissen und Wildbienen bei Gartenbauvereinen, Kindergärten, Imkervereinen, beim Bund-Naturschutz und an Infoständen beim Kindertag des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege sowie beim Tag der offenen Tür im Tierheim Winhöring.

Ungewöhnlich viele Wespen, Hornissen und sogar Honigbienen haben sich heuer einen Rollladenkasten als Nistplatz auserkoren. Dementsprechend mussten 27 Nester umgesiedelt werden. Umsiedlungen sind mit viel Arbeit und Kosten verbunden, deshalb sollten Hausbesitzer den Winter nutzen, um Rollladenkästen insektensicher zu machen. Im Fachhandel erhältliche Dichtungsleisten können problemlos angebracht werden.

10 Tipps, um Wespen-Stiche zu vermeiden

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Vom Einsatz von Insektensprays ist abzuraten. Viele der im Handel frei zu kaufenden Insektensprays enthalten Wirkstoffe wie z. B. Permethrin, Allethrin, Dichlorfos, Chlorpyrifos. Diese Stoffe sind nur schlecht abbaubar und bis zu einem Jahr und länger in der Umwelt nachweisbar.

Landrat Erwin Schneider: „Viele wissen nicht, dass Wespen Nutztiere sind. Ein Wespenvolk fängt pro Tag so viele Fliegen, Mücken, Motten, wie fünf Meisenpärchen an ihre Jungen verfüttern.“ Auch Wespen sind ein Teil der biologischen Vielfalt, die es zu schützen gilt. Durch die Zerstörung und Übernutzung von Lebensräumen ist weltweit ein dramatischer Artenrückgang zu verzeichnen.

Das Sachgebiet Naturschutz am Landratsamt Altötting weist darauf hin, dass weitere Wespenberater benötigt werden, besonders für die Bereiche Altötting, Burghausen, Garching, Halsbach, Neuötting und Tyrlaching. Kurse finden wieder im März 2012 statt. Interessierte können sich bei der Unteren Naturschutzbehörde (Tel. 08671/502-504) informieren.

Pressemitteilung Landratsamt Altötting

Rubriklistenbild: © dpa

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