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Welche App für den ÖPNV am besten funktioniert

ÖPNV-Apps im Test: Wie kommt man Bus und Bahn aus dem Landkreis Altötting nach Übersee oder weiter?

Apps helfen bei den unübersichtlichen Fahrplänen sehr gut weiter.
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Welche App ist für die Nutzung von Bahn und Bus die Beste?

Bei einem Selbstversuch hat innsalzach24-Reporterin Daniela Haindl ÖPNV-Apps in der Region getestet. Das Ergebnis? Was im Ausland 1A funktioniert, klappt zuhause nicht. Über die Apps und darüber wie weit man mit dem ÖPNV kommt.

Landkreis Altötting – Einmal mit dem öffentlichen Verkehr durch ganz Europa und wieder zurück: Nur ein wilder Traum aus Zeiten, in denen das Interrail-Ticket erfunden wurde? Die Antwort lautet ganz klar „Nein“. Innsalzach24-Reporterin testete kürzlich, wie weit man im Urlaub mit Bus, Bahn und einem Billigflug kommt. Ihr Fazit? Was in Spanien, Großbritannien und Italien wunderbar mit google maps funktioniert, hat in Deutschland gewaltigen Nachholbedarf. Größtes Manko ist die digitale Auffindbarkeit von Busfahrplänen und die Ticketing-Systeme.

Ganz einfach? Mit der Bahn zum Flughafen München, Salzburg oder Wien

Urlauber aus den Landkreisen Rosenheim bis Altötting nutzen meist den Flughafen in München für ihren Start in den Urlaub. Aber auch Salzburg und Wien kommen für den Abflug in Frage. Flüge nach Italien können von Österreich aus durchaus günstiger sein. Einfach ein Ticket zum Flughafen bei der ÖBB (Österreichische Bundesbahn) oder der Westbahn buchen, und los geht‘s: Mit der Lokalbahn und Bussen ist auch der Salzburger Bahnhof gut zu erreichen, bis zur Haltestelle muss jedoch auf das Auto zurückgegriffen werden. Für das Finden von Busverbindungen eignet sich Google Maps in Österreich leider nicht.

Ganz ähnlich sieht es in Bayern aus: Will man von Rosenheim oder Mühldorf zum Münchner Flughafen, dann ist das mit der Bahn kein Problem. Busverbindungen auf dem Land sind aber nur schwierig herauszufinden. Google Maps versagt bei der Navigation schlichtweg und die Busfahrpläne im Internet zu finden erfordert nahezu Expertise. Auch das Scrollen mit der Vergrößerungslupe durch Tabellen ist keineswegs barrierefrei oder geeignet für Kinder und Senioren. Ein Preisrechner oder Online-Ticketing? Absolute Fehlanzeige.

Im Ausland super: Google Maps und Online-Ticketing

Wo in anderen Ländern die Busfahrpläne „brav“ bei Google Maps gemeldet werden, da passiert in Deutschland (aber auch in Österreich) zu wenig. Sogar in den entlegensten Dörfern auf Sizilien oder den schottischen Inseln können Busse über die weltweit bekannteste Navigations-App gefunden werden. Und wo in Großbritannien die Abrechnung von Busfahrkarten über intelligente und kontaktlose Systeme blendend funktioniert, den günstigsten Tarif für den Fahrer automatisch ausgerechnet und kontaktlos bezahlt werden kann, da hinkt man in Deutschland hinterher.

Zwar können Bahnverbindungen auch hierzulande per Google Maps oder der DB Navigator App hervorragend gefunden und sogar online gebucht und bezahlt werden. Doch gerade während der aktuellen Überlastung der Züge durch das 9-Euro-Ticket wäre eine Live-Anzeige zur Auslastung wichtig. Weil Sitzplätze in Nahverkehrzügen nur selten reserviert werden können, spielt dies eine große Rolle für Fahrgäste, denn es ist möglich, dass man im Falle von Überlastung nicht mitfahren kann. Ein ähnliches Problem erleben Fahrgäste aktuell in Österreich: Wegen der Einführung des Klimatickets kommt es zur akuten Überfüllung von Zügen.

Verloren im App-Dschungel: Bus-Verbindungen auf dem Land finden

Wer auf dem Land eine Busverbindung finden möchte, der braucht einiges an Geduld und Übung. Wo Google Apps keine Verbindung mit Bussen anzeigt, da versprechen Verkehrsgemeinschaften wie beispielsweise die im Landkreis Altötting, dass die App Wohin Du Willst weiterhilft. Eine Echtzeitauskunft sei bei der App in der Einführungsphase und auch das E-Ticketing und Pushnachrichten über Ausfälle oder Baustellen sollen in Kürze möglich sein.

Laut Manuel Brodschelm vom gleichnamigen Busunternehmen in Burghausen werden die Fahrplandaten der Busunternehmen an die staatliche DEFAS und deren App Bayernfahrplan geliefert. Doch leider ist die staatliche App schon bei der Suche so komplex und aufwändig, dass man schnell den Spaß verliert. Viel besser scheint die App Öffi zu funktionieren. Sogar landkreisübergreifende Verbindungen und die zugehörigen Netzpläne und Haltestellen werden darin angezeigt. Laut dem Verekehrsministerium werden die Fahrplandaten aller Bundesländer seit einigen Jahren über die Webseite „Open Data ÖPNV“ Dritten zur Verfügung gestellt. Diese werden sogar im Google-eigenen Format GTFS angeboten, aber bisher scheinbar nicht an Google Maps gemeldet.

Wenn‘s nur noch mit dem Taxi geht wird‘s einfach

Wo in den Städten diverse Angebote für Taxiunternehmen zu finden sind, wird es auf dem Land schon schwieriger. Der große Vorteil bei der Taxisuche ist aber: Google Maps funktioniert! Einfach die Standortanzeige aktivieren, „Taxi“ in das Suchfeld eingeben und bestätigen. Sofort werden die Unternehmen angezeigt, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Nun genügt ein Anruf um an den gewünschten Ort zu kommen. Sollte man eine Reise im Voraus planen, kann man das Taxi gleich vorab bestellen und so längere Wartezeiten vermeiden.