Weihnachtsmann entführt - Bier gefordert

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Marktl - Unbekannte Täter haben am Sonntagabend die Weihnachtsmannpuppe vom Nikolausmarkt entführt. Jetzt fordern sie ein "Lösegeld" von Gewerbeverein-Vorsitzendem Josef Frész.

Die Untat passierte am Sonntagabend, Schauplatz war der Marktler Nikolausmarkt: Unbekannte entführten die Weihnachtsmannpuppe, die friedlich auf ihrem Platz am Eingangstor des Marktes verweilte. "Auf einmal war der 1,90 Meter große Weihnachtsmann mit den blauen Augen weg", erinnert sich Josef Frész, Vorsitzender des Gewerbevereins für Marktl, Stammham und Haiming.

Entsetzt diskutierten die Veranstalter des Marktes nach der grausigen Tat im Gasthaus Oberbräu, wer wohl zu so etwas fähig sei. "Wir dachten, die Puppe ist ein für allemal weg und wir sehen sie nie wieder."

Dann die überraschende Wendung im Fall Weihnachtsmannpuppen-Raub: ein anonymer Brief im Briefkasten von Josef Frész. "Ich habe ihn am Montagabend gefunden, die Entführer fordern einen Kasten Weißbier und einen Kasten Helles als Lösegeld für das Opfer." Dem Schreiben war auch ein Foto des Entführten beigelegt. Die Erklärung der Unbekannten: „Unglaublich aber wahr, Euer Nikolaus ist nicht mehr da. Allein saß er vor seines Marktes Tor, der kam uns doch sehr einsam vor. Drum zeigten wir Erbarmen, und nahmen ihn mit, den Armen. Wollt Ihr ihn wieder haben, müßt Ihr jemanden erlaben. Bitte 1 Kasten Weißbier und 1 Kasten Helles bei der Feuerwehr Marktl abgeben. Wir möchten keinen falschen Verdacht aufkommen lassen KEINER von den Feuerwehrmännern weiß davon oder hat etwas mit der Entführung zu tun.”

Hatte sich Frész am Sonntagabend noch über den Weihnachtsmann-Klau geärgert, so findet er die Aktion im Nachhinein witzig. "Das kennt man sonst nur im Frühjahr vom Maibaumstehlen", lacht er.  

Die "Auslösung" des Entführten soll am kommenden Sonntag, 12. Dezember, um 11.30 Uhr im Gasthaus Oberbräu in Marktl stattfinden. Herr Weideneder von der gleichnamigen Brauerei hat zugesagt, das "Lösegeld" in Form der zwei Kästen Bier zur Verfügung zu stellen.

Anette Mrugala

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