Kommunalbau sorgt für Verwirrung

+

Unterneukirchen - Steht der neue Kommunalbau bald schon wieder teilweise leer? Unter den Bürgern herrscht Verwirrung. Bürgermeister Heindl versteht das Aufhebens nicht:

"Wir wissen zu der Sache offiziell noch gar nichts," so der 1. Bürgermeister der Gemeinde Unterneukirchen, Georg Heindl, im Telefon-Interview mit Innsalzach24. "Schriftlich liegt gar nichts vor - das, was derzeit in der Zeitung geschrieben wird, ist für mich nur 'blabla'."

Um was geht's? Im Zentrum der Diskussion steht der neue Kommunalbau in der Ortsmitte, von dem die SKW-Stahlmetallurgie Holding AG zwei Drittel der Fläche gepachtet hat. Eine Regionalzeitung hatte ein Bild veröffentlicht, in dessen Unterschrift zu lesen war: Das Haus stehe bald zur Hälfte leer. Das löste Verwirrung unter den Bürgern aus. In der Gemeinderatssitzung gab es deshalb Bürgeranfragen zur Klärung des Sachverhalts. Auf die Frage, warum das den Leuten überhaupt so wichtig ist, sagte Heindl: "Das ist ganz klar.Das ist ein Kommunalbau. Wenn da schon wieder nach kurzer Zeit ein Mieter abspringt, gibt's eben Gerede." Eventuell befürchten die Bürger, dass sich der Bau finanziell dann nicht mehr trägt. Aber Heindl gibt hier ganz klar Entwarnung: "Eine Kündigung vom Pachtvertrag liegt uns bis dato nicht vor. Und wenn, dann haben die eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr. Also so schnell wird der Bau nicht zur Hälfte, beziehungsweise zu zwei Dritteln, leer stehen."

Fakt ist aber: Die Holding AG will sich tatsächlich über kurz oder lang nach München orientieren. "Das sei als Adresse repräsentativer," so Heindl. "Das wussten wir aber auch schon länger." Ein Teil der AG sitzt ohnehin bereits in München - der Rest soll dann also nachrücken. "Und wenn sie das tun, dann trifft es uns keinesfalls besonders hart. Wir werden uns aber erst dann nach einem Nachmieter umschauen, wenn wir eine Kündigung vorliegen haben. Deshalb ist die ganze Diskussion bislang recht sinnlos," so der Bürgermeister.

Die Unterneukirchner Bürger können also erstmal aufatmen: In greifbarer Zeit ist der Kommunalbau noch in festen Händen.

ds

Zurück zur Übersicht: Region Alt-/Neuötting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser