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Schockierende Statistik zu 25 kilometerlangem Teilstück

Zehn Tote seit Anfang 2021: So geht es mit der Todesfalle B12 zwischen Marktl und Malching weiter

Immer wieder ereignen sich auf der B12 zwischen Marktl und der A94 bei Rotthalmünster teils schwere Verkehrsunfälle.
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Immer wieder ereignen sich auf der B12 zwischen Marktl und der A94 bei Rotthalmünster teils schwere Verkehrsunfälle.

Es ist eine traurige Bilanz an Verkehrsunfällen, die auf der B12 zwischen Marktl und Simbach sowie im weiteren Verlauf bis zum Autobahnstück bei Malching gezogen werden kann: Zehn Menschen verloren auf dieser knapp 30 Kilometer langen Strecke seit Anfang 2021 bereits ihr Leben. Doch wie kann die gefährliche Bundesstraße entschärft werden?

Kirchdorf am Inn/Stammham – Die Straße zwischen dem Autobahnende der A94 München-Passau bei Marktl und dem kurzen Stück bei Malching gilt als eine der gefährlichsten Strecken der Region. Erst vor Kurzem ereigneten sich auf diesem Teilstück der B12 im Landkreis Altötting beziehungsweise nur wenige Kilometer entfernt im angrenzenden Kreis Rottal-Inn wieder zwei besonders schwere Unfälle. Insgesamt drei Menschen verloren dabei innerhalb von nur zwei Tagen ihr Leben.

Zehn Tote seit Anfang 2021 auf knapp 30 Kilometer langer Strecke

Blickt man etwas weiter zurück, wird die Zahl sogar nochmal schockierender. Seit Anfang 2021 starben auf der knapp 30 Kilometer langen Strecke insgesamt zehn Menschen bei tragischen Verkehrsunfällen. Von Schwerverletzten und allgemein verletzten Personen ganz abgesehen… Doch was kann an diesem Teilstück der B12 geändert werden, um derartige Unfälle künftig zu vermeiden?

Mit dieser Anfrage wandte sich innsalzach24.de an das zuständige Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB). Eine Ministeriumssprecherin erklärte, dass die Ermittlungen von Unfallhäufungen in einem dreijährigen Turnus erfolgen würden. „Für Bundesstraßen in Bayern war dies zuletzt für den Dreijahres-Zeitraum 2018 bis 2020 der Fall“, so das Ministerium.

Für das betroffene Teilstück der B12 zwischen Marktl und Malching sei dabei keine Unfallhäufung identifiziert worden. Dementsprechend seien auch zuletzt keine Anpassungen an der Strecke im Rahmen der Örtlichen Unfalluntersuchung initiiert worden.

Zahl der Unfalltoten seit Anfang 2021 „überproportional angestiegen“

„Eine Auswertung für die im Zeitraum von Januar 2021 bis einschließlich Juni 2022 auf dem gegenständlichen Streckenabschnitt der Bundesstraße 12 registrierten Unfälle hat ergeben, dass die Häufigkeit von Unfällen in einer ähnlichen Größenordnung liegt wie in den drei Jahren 2018 bis 2020 zuvor. Überproportional angestiegen ist dabei allerdings die Zahl der Getöteten“, erklärt die Ministeriumssprecherin weiter.

Die aktuellen Unfälle würden nach Angaben des Bayerischen Verkehrsministeriums in die Auswertung für die Feststellung von Unfallhäufungen eingehen und anschließend durch die Unfallkommission neu bewertet werden. „Falls sich hier eine neue Unfallhäufungsstelle ergibt, werden die notwendigen Schritte durch die Unfallkommission unternommen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten“, führt das Ministerium weiter aus.

A94-Neubau als potentielle Abhilfe

Eine dieser Möglichkeiten, die Strecke zu entschärfen, wäre der Neubau der A94. „Ziele des Neubaus der A94 sind eine Verbesserung der Verkehrssicherheit durch Verlagerung des Verkehrs weg von der hochbelasteten Bundesstraße 12 sowie eine Verbesserung der Verkehrsqualität durch die Trennung des Richtungsverkehrs, den Ausbau höhengleicher Straßenkreuzungen, die zu Verkehrsbehinderungen und Verkehrsgefährdungen führen, zu höhenfreien Querungen und die Verlagerung des langsam fahrenden landwirtschaftlichen Verkehrs auf ein nachgeordnetes Wegenetz“, so das Verkehrsministerium abschließend.

Auch Einsatzkräfte der Feuerwehr haben mit den schweren Unfällen zu kämpfen

Auch für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kirchdorf am Inn, die regelmäßig zu schweren oder gar tödlichen Unfällen auf das Teilstück der B12 ausrücken müssen, ist es nicht leicht das Erlebte zu verarbeiten.

„Diese Einsätze sind auch für uns als Feuerwehr sehr belastend und machen uns nachdenklich“, schreiben die Floriansjünger dazu auf ihrer Facebook-Seite unter der Berichterstattung über den letzten tragischen Unfall mit zwei Todesopfern.

aic

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