Am Mittwochabend in Tüßling

Demokratie-Empfang der SPD: "Die Themen sind genauso heiß wie damals"

  • schließen

Tüßling - Am Mittwochabend im Gasthaus Steiner: "Die Themen sind genauso heiß wie damals". Wie die SPD auf einer Wahlkampfkundgebung "100 Jahre Freistaat Bayern" gefeiert hat.

Ich weiß nicht, ob es vor 100 Jahren, als der Freistaat ausgerufen wurde, auch so heiß war wie heute“, sagte der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch (SPD) in seiner Eröffnungsrede beim Demokratieempfang am Mittwochabend im Gasthaus Steiner in Tüßling, „aber die Themen (…) sind genauso heiß wie damals.“

Es gebe heute mehr denn je Dinge, die es zu regeln gelte. Hintergrund: 1918 hatte die Novemberrevolution zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich geführt. Kurt Eisner, ein Journalist und Mitglied der sozialistischen USPD, hat daraufhin am 8. November 1918 in München den Freistaat Bayern aus gerufen.

„Wir haben nicht nur Sozialdemokraten eingeladen“ (Günther Knoblauch, SPD)

Dem Landtagsabgeordneten Knoblauch war es wichtig, darauf hinzuweisen, dass man nicht nur Sozialdemokraten zu dieser Veranstaltung eingeladen habe wie etwa den Kandidaten der SPD bei der nächsten Landtagswahl Kilian Maier („Jugend hat die Zukunft“) oder Markus Rinderspacher, den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bayerischen Landtag, weil es weit mehr Menschen gebe, die Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen würden als Politiker.

Deswegen möchte ich Danke sagen an alle (die das tun) in irgendeinem Verband oder Verein oder Institution.“ Ob Haupt- oder Ehrenamt – dieser Einsatz für das Gemeinwohl habe Dank und Respekt verdient. „Visionen für die Zukunft – (…) Nur wenn wir alle einen Beitrag zu unserer Gemeinschaft leisten, dann kann was Gscheids draus wean.“

Es gehe mehr denn je darum, denn Menschen klar zu machen, dass sich die SPD an der Seite der Menschen positioniert habe. Dieser politische Grundgedanke der SPD gehe aber in einer großen Koaliton im Detail unter. „Freunde, wenn Ihr eine gute Zukunft haben wollt, dann müsst ihr die Kandidatinnen und Kandidaten der Sozialdemokratie wählen.“

„Des is super“ (Heinrich Hollinger, SPD)

Im Anschluss an den Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch sprach Heinrich Hollinger (SPD) zu den Anwesenden rund 60 Besuchern. Er bezog sich zunächst auf das Ergebnis der Umfrage zur Marktgemeinde, die innsalzach24.de gestartet hatte. In den wichtigsten Punkten sieht er als Altbürgermeister aber auch die Arbeit des Ortsvereins positiv bestätigt. „Das ist super.“

„Ich möchte diese Zukunft gestalten“ (Kilian Maier, SPD)

Es sei von besonderer Bedeutung, dass zum 100-Jährigen des Freistaats Bayern wieder Landtagswahl anstehen. "Wir als Bürger (...) können bestimmen, wie die nächsten hundert Jahre auszusehen haben". Gerade jetzt gehe es um Themen und dementsprechende Entscheidungen, welche die Zukunft Bayerns maßgeblich gestalten werden würden. Seine Themen sind Soziales, Digitalisierung, bezahlbarer Wohnraum und darüber hinaus gehe es darum, dass alle an der guten wirtschaftlichen Situation profitieren sollen. "Ich möchte diese Zukunft gestalten"

"Das ist für uns der Auftrag, zu kämpfen" (Markus Rinderspacher, SPD)

Rinderpacher bedankte sich zunächst bei den kommunalen Vertretern der SPD und ihren Einsatz, wie etwa bei dem ehemaligen Bürgermeister der Marktgemeinde, Heinrich Hollinger. "Was Du hier geleistet hast ist aller Ehre Wert." Aktuelle Politik sei mehr denn je von Veränderungen geprägt, so Rinderspacher. Wie selten zuvor seien rund 80 Tage vor der Wahl ganze 2/3 der Wähler noch unentschlossen. 64 Prozent der Wähler würden noch nicht wissen, wo sie ihr Kreuz machen. "Das ist für uns der Auftrag, zu kämpfen."

"Wir wollen nicht, dass das nur die Hautevolee in München feiert" (Rinderspacher, SPD)

"Die gesamte bayrische Bevölkerung soll das feiern, was die Bürgerschaft ausmacht, nämlich unsere Demokratie." Die Geschichte der bayerischen Sozialdemokratie sei ganz eng verbunden mit der bayerischen Volksseele, so Rinderspacher. "Wir sind natürlich auch stolz darauf, dass wir den nach dem zweiten Weltkrieg den ´zweiten Freistaat Bayern´ mit Wilhelm Hoegner mit aufgebaut haben." 

Wilhelm Hoegner  "(...) war ein deutscher Jurist, Richter, Hochschullehrer und Politiker (SPD). Er war von 1945 bis 1946 und 1954 bis 1957 Bayerischer Ministerpräsident. Damit ist er der einzige Ministerpräsident Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg, der nicht der CSU angehörte. 1946, 1954 und 1958 trat er als Spitzenkandidat seiner Partei zu den bayerischen Landtagswahlen an.Zur Zeit seines Schweizer Exils erarbeitete er einen Verfassungsentwurf, der wesentlich in die heutige Verfassung des Freistaates Bayern eingegangen ist; er gilt darum als „Vater der bayerischen Verfassung." (Quelle: Wikipedia)

Mehr zum Demokratieempfang der heimischen SPD lesen Sie am Freitag.

rw/Mühldorf TV

Rubriklistenbild: © picture alliance / Karl-Josef Hi

Zurück zur Übersicht: Tüßling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser