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Tüßlinger Ex-Bürgermeisterin rechnet ab

„Menschenverachtende, arrogante Politik“: Stephanie von Pfuel tritt nach 45 Jahren aus der CSU aus

Tüßling - Die CSU verliert ein weiteres prominentes Mitglied: Die ehemalige Tüßlinger Bürgermeisterin Stephanie von Pfuel (60) kehrt der Partei erbost den Rücken.

Schon wieder tritt ein langgedientes Mitglied frustriert aus der CSU aus: Nachdem Anfang April drei Generationen der Hoteliers- und Gastronomiefamilie Rappl aus Gstadt (Plus-Artikel) ihre Parteimitgliedschaft zurücklegten, verkündet nun Stephanie von Pfuel ihren Austritt aus der CSU. Und wie schon bei der Familie Rappl war auch bei der Entscheidung von von Pfuel die Corona-Politik auslösendes Moment.

„Die Politik der CSU“, so von Pfuel zur „Bild“, sei „besonders in Coronazeiten (...) menschenverachtend und arrogant“. Die Politiker hörten nicht auf die Bürger, sondern auf den Wind, der gerade wehe. „Sie betreiben Machtspielchen und verstehen nicht, was im normalen Alltag passiert“, so das Urteil der ehemaligen Bürgermeisterin Tüßlings.

„Schikane ohne Nachdenken“

Dem nicht genug: Die Kommunikation mit den Bürgern sei miserabel, des Weiteren seien viele Maßnahmen als unvernünftig zu beurteilen. Das Tragen von Masken beispielsweise sei eine „reine Schikane ohne Nachdenken“. Wie sie sagt, kenne sie viele Veranstalter, die nicht mal mehr die Energie hätten, dagegen zu klagen. „Freie Meinungsäußerung ist ja verboten“, verschafft von Pfuel ihrem Ärger im „Bild“-Gespräch Luft.

Die Politik interessiere sich auch nicht dafür, wie es Kindern, Schülern, Jugend und Alten gehe, „die so sehr leiden.“ Von Pfuel zieht nun den Schlussstrich: Nach 45 Jahren tritt sie aus der CSU aus. Sie werde die Partei auch nicht mehr wählen. Ein Schritt, der ihr sicher nicht leichtfällt, schließlich war sie nebst ihrer Mitgliedschaft für die Partei politisch aktiv: Ab 1996 war sie Mitglied des Marktgemeinderates Tüßling. 2011 wurde sie zur Stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt, ehe sie die Bürgermeisterwahl 2014 mit fast 82 Prozent für sich entscheiden konnte. Das Amt hatte sie bis 2020 inne.

Eine erste Reaktion aus der CSU ließ jedenfalls nicht lange auf sich warten. Generalsekretär Markus Blume sagt der „Bild“, er nehme den Austritt mit Bedauern zur Kenntnis. Er wolle das persönliche Gespräch mit Stephanie von Pfuel suchen.

dp

Rubriklistenbild: © dpa/Bildmontage

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