Bekannter Auswanderer aus „Goodbye Germany“

Herbert aus Tüßling lebt seinen Traum von eigener Westernstadt

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Herbert Köneke bei einer Flugshow in seiner Westernstadt.
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Tüßling – Vor einem Jahr begleitete „Goodbye Deutschland" (VOX) Herbert Köneke aus Tüßling bei der Verwirklichung seines Kindheitstraums: eine eigene Westernstadt. Dafür wanderte der 51-Jährige nach Ungarn aus. Wir haben uns bei ihm erkundigt, was sich seit dem letzten Jahr getan hat.

Von Anfang Mai bis Ende August hat seine Westernstadt am Plattensee geöffnet. In dieser Zeit muss der Inhaber so viel Geld einnehmen, dass es über den Winter ausreicht. 2018 war daher auch eine ganz wichtige und wegweisende Saison. Die Jahre zuvor hatte der Tüßlinger nämlich keinen Gewinn erzielen können – noch so eine Saison hätte das Aus bedeutet. Doch zum Glück verlief alles positiv und der Traum von der eigenen Westernstadt lebte weiter. In dieser Zeit begleitete VOX mit dem Format „„Goodbye Deutschland" Herbert Köneke auf seinem Abenteuer. Hier können Sie sich die Folge anschauen.

Reges Treiben in der Westernstadt.

Doch wie sieht es ein Jahr später aus? „Mir geht es sehr gut, die Saison 2019 ist super verlaufen“, freut sich Herbert Köneke. Doch auch wenn seine Westernstadt nicht geöffnet hat, gibt es viel zu tun. So müssen die ganzen Tiere versorgt werden, die natürlich das ganze Jahr auf seinem Anwesen weilen - Pferde, Ponys, Ziegen, Pfauen und Meerschweinchen. Dafür muss er beispielsweise Heu machen. „Es ist ein Fulltime-Job“, so Köneke.

Westernstadt soll ausgebaut werden

Ansonsten gibt es auch in der Westernstadt einiges zu tun. Das Anwesen, ein alter Bauernhof, den er 2010 gekauft hat, wird ständig erweitert. „In ca. 4 Jahren möchte ich dann noch eine Mainstreet bauen. Aber bis dahin muss erst mal alles andere (Ferienwohnung, Werkstatt) gebaut bzw. hergerichtet werden“ berichtet der Westernfan. Eine Ferienwohnung soll für seine zwei Töchter sein. Seine Kinder kommen nämlich während der Saison nach Ungarn und helfen ihrem Vater.

Es gibt für Herbert Köneke immer etwas zu tun - auch nach der Saison.

In Tüßling war er seit seiner Auswanderung vor drei Jahren nicht mehr – seine Töchter sind auch von dort weggezogen. Zunächst war die Westernstadt als Sommerprojekt gedacht, doch schnell merkte Herbert Köneke, dass er durchgehend vor Ort sein muss, um erfolgreich zu sein. Der Erfolg der letzten beiden Jahren gibt ihm recht. Er hat alles auf eine Karte gesetzt, um seinen Traum zu verwirklichen. Mehr als 200.000 Euro hat er investiert.

Suche nach Personal gestaltet sich schwierig

Kopfzerbrechen bereiten ihn aber wie die Jahre zuvor die Suche nach gutem Personal: „Es wird immer schwieriger, Saisonkräfte zu bekommen. Viele Einheimische in unserer Region gehen ins Ausland zum Arbeiten“, so der Inhaber der Westernstadt. Doch die Saison ist ja jetzt erst mal vorbei.

In seiner Freizeit beschäftigt sich der 51-Jährige derzeit am liebsten mit seiner neuen Andalusischen Stute Almendra. Sie ist fünf Jahre alt und er hat angefangen, mit ihr zu trainieren. Insgesamt kann er sich derzeit nichts Besseres vorstellen: „Mir gefällt es und das merken auch meine Gäste“.

jz

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