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Heimat- und Sachunterricht "to go": 10 Fakten über Tüßling

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Sieben Brauereien gab es mal in Tüßling.
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Tüßling – Einst hat es hier ganze sieben Brauereien gegeben. Hätten Sie es gewusst? Dieses und neun weitere Fakten gibt es im Heimat- und Sachunterricht „to go“ über die Marktgemeinde.

Was wissen wir eigentlich über unsere Heimat? In der Grundschule gibt es ein eigenes Fach dafür. Im "Heimat- und Sachunterricht" lernen wir so einiges über unsere Region. Jahrzehnte später hat das Wissen über die Heimat wohl bei den meisten anderen Dingen im Gedächtnis Platz gemacht.

Andere kamen irgendwann in ihrem Leben aus den verschiedensten Gründen in diese Region und leben seitdem hier. So oder so: innsalzach24.de gibt jetzt regelmäßig Heimat- und Sachunterricht "to go": für mehr Dahaomität für alle in der Region.

Markt Tüßling

  • Die Marktgemeinde Tüßling besteht heute aus insgesamt 33 Gemeindeteilem. Am 31. Dezember 2008 sollen es 3153 Einwohner gewesen sein.
  • Tüßling wird als „Tuzzlingen“ erstmals zwischen 711 und 728 im Rahmen einer Schenkung von 16 Höfen durch den bayerischen Herzog Theudebert an den Bischof Rupert von Salzburg urkundlich erwähnt.
  • Tatsächlich dürfte „Tuzzlingen“ wesentlich älter sein. So gibt es Funde aus der Mittel- und Jungsteinzeit auf dem Gebiet des heutigen Tüßling wie etwa ein jungsteinzeitliches Steinbeil. Es wird auf das 3. bis 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Das heißt es ist zwischen 5.000 und 6.000 Jahre alt.
Dieses jungsteinzeitliches Steinbeil ist zwischen 5.000 und 6.000 Jahre alt und gefunden wurde es im heutigen Tüßling.
  • Um die 1.650 Jahre alt ist eine ganz besondere römische Münze, die man in Tüßling gefunden hat. Sie stammt aus der Regentschaft von Kaiser Valentinianus I und dient als wertvoller Hinweis für die Verbreitung des Christentums in dieser Region zu jener Zeit: Auf einer Seite ist das Christusmonogramm ☧ zu sehen.
Links die Münze, rechts unten das Christusmonogramm ☧ in der Calixtus-Katakombe in Rom zur Veranschaulichung
  • Das Handwerk hat/hatte in Tüßling eine Jahrhunderte alte Tradition. So gab es manche Werkstatt gleich mehrfach vertreten. Ein besonderes Belegstück ist ein Kinderschuh. Sein Alter wird auf mehrere hundert Jahre datiert.
Dieser Kinderschuh aus der Werkstatt eines Tüßlinger Schuhmachers ist mehrere hundert Jahre alt.
  • 1383: Die Dult in Heiligenstatt wird erstmals urkundlich erwähnt. Die erste urkundliche Erwähnung der Hofdult in Altötting stammt aus demselben Jahr.
  • 1905 kauft der Großvater der heutigen Ersten Bürgermeisterin der Marktgemeinde Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel das Schloss Tüßling und wurde als Alfred Freiherr Michel v. Tüßling in den Adelsstand erhoben.

Bilder vom Renaissanceschloss in Tüßling

  • In Tüßling gab es einst ganze sieben Brauereien. Übrig geblieben ist der heutige "Bräu im Moos"
  • 1959 "gehörte" die Marktgemeinde für kurze Zeit zu Ostpolen. Tüßling wurde zur Filmstadt. TV-Regisseur Fritz Umgelter drehte hier den Kriegsroman "Am grünen Strand der Spree" von Hans Scholz. Da wurde der Marktplatz kurzerhand zu einem ostpolnischen Städtchen verwandelt. So einige Tüßlinger spielen im Film mit.

Im November 1961 gab es in Burgkirchen am Wald und damit in Tüßling einen großen Knall. Die Bundeswehr war "einmarschiert". Im Rahmen einer Übung haben die Soldaten den gut 200 Jahre alten Ökonomiepfarrhof gesprengt. Das geschah freilich nicht aus Willkür. Der Pfarrhof sollte einem neuen in Form eines Mehrfamilienhauses samt Parkplatz weichen. Er musste gesprengt werden weil die alten Mauern offenbar anders nicht einzubrechen waren.

Weitere Fundstücke, Fotos und Dokumente gibt es beim Heimatbund Tüßling e.V. zu sehen. Hier ist eine Auswahl:

Heimat- und Sachunterricht "to go": 10 Fakten über Tüßling

rw

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