Nach der Leserumfrage zum Markt Tüßling (Teil 3)

Eine Anliegerstraße wird zum Problem? 

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Nach der Leserumfrage zum Markt Tüßling (Teil 3): Eine Anliegerstraße wird zum Problem? 
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Tüßling – Zur wirklich wahren Wahrheit über „Dahoam“ zählen neben den vielen schönen Dinge auch die nicht so schönen. Auch in der Marktgemeinde gibt es sie, wie etwa der desolate Zustand der Gartenstraße.

Was wir in und an Tüßling lieben und was uns nervt“, hatte innsalzach24.de die Leserinnen und Leser gefragt. Zwei Umfragen sind daraus entstanden. Viele haben mitgemacht und ihre Stimme abgegeben. Gut/Böse, Licht/Schatten, „Das ist toll/Das geht gar nicht“ – innsalzach24.de hat Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel zu den Ergebnissen befragt. Vieles sei nachvollziehbar, zu manchen Themen hat sie aber eine andere Sichtweise.

Elton John und Co. frei Haus

Im Rahmen der Umfrage „Was uns in/an Tüßling nervt“ landete „Es gibt zu viele lautstarke Veranstaltungen (Nachtruhe)“ auf Platz 8 von 10. Dieses „zu viele“ sieht die Bürgermeisterin nicht. Hier könne nur die Rede vom Kultursommer auf Schloss Tüßling sein. Einmal im Jahr geben sich Mega-Stars der Musikszene auf der Konzertbühne statt der sprichwörtlichen Klinke das Mikrofon in die Hand.

Rückblick: Das war der Kultursommer 2017 auf Schloss Tüßling.

Im Gespräch mit innsalzach24.de berichtet Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel von vielen Tüßlingerinnen und Tüßlingern, die den Kultursommer zuhause genießen. Ob auf dem Balkon oder im Garten - ja, man hört es rund um das Schloss und viele würden es genießen. Wenn es ein Problem gibt, dann könne das nur sein, dass die Windrichtung eine andere ist und so Elton John und Co. akustisch nicht mehr frei Haus geliefert werden. 

Feuerwehr first - alle anderen müssen hinten anstehen?

Dass Tüßling zu wenig für die Vereine tun soll wehrt die Bürgermeisterin kategorisch ab. Es sei nicht die Aufgabe einer Kommune, Vereine bei ihren Vorhaben zu unterstützen. Es werde dennoch viel getan aber insbesondere bei der großen Anzahl der Vereine könne nicht jedes einzelne Vereinsvorhaben berücksichtigt werden. 

Beispiel Freiwillige Feuerwehr: Das ist ein Verein. Die Freiwillige Feuerwehr hat die Besonderheit, dass er einen Teil der kommunalen Daseinsvorsorge darstellt. So bekommt die Freiwillige Feuerwehr freilich die 600.000 Euro für das neue Feuerwehrhaus. Ein Schützenverein dagegen (nur als Beispiel) eben nicht so viel Unterstützung für etwa die Runderneuerung des Schießstandes.  

Eine Anliegerstraße wird zum Problem?

Die Gartenstraße ist laut Umfrageergebnis in einem desolatem Zustand. Es handelt sich dabei um eine Anliegerstraße. Was heißt das? Vereinfacht gesagt müssen die Anlieger aufkommen, wenn da was gemacht werden muss. "Das Thema steht ganz oben auf der Agenda", sagt Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel im Gespräch mit innsalzach24.de.

Es gebe landesweite Bestrebungen, wonach Anlieger einer solchen Straße nicht mehr an den Kosten von entsprechenden Maßnahmen beteiligt werden sollen. Noch sei das aber nicht in den sprichwörtlichen Stein gemeißelt. Werden die Anlieger einer solchen Straße befreit, werde sich ein neues Problem ergeben: Dann werde die Kommune finanziell zur Kasse gebeten. "Das muss gegenfinanziert werden", sagt die Bürgermeisterin. Soll wohl heißen: Der Freistaat muss Fördertöpfe aufmachen

Die Gartenstraße ist im Zuge des Bahnausbaus stark belastet.

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