Nach der Leserumfrage zum Markt Tüßling (Teil 2)

Sind die Alteingesessenen arrogant? Das sagt die Bürgermeisterin

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Sind die Alteingesessenen Tüßlinger wirklich arrogant? innsalzach24.de hat die Bürgermeisterin befragt.
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Tüßling – Wie überall gibt es auch in der Marktgemeinde neben viel Schönem auch Dinge, die eher nicht so toll sind. Bei der Leserumfrage kam ein Punkt zur Sprache, der aufhorchen lässt. innsalzach24.de hat die Bürgermeisterin auch dazu befragt.

Dieser Punkt wurde bereits bei der Themensammlung für die beiden Umfragen „Was wir in/an Tüßling mögen“ und „Was uns in/an Tüßling nervt“ mehrfach genannt: „Die alteingesessenen Tüßlinger sind arrogant.“ Am Ende kam dieser Punkt sogar auf Platz 2 hinter dem Parkplatzproblem während der Großveranstaltungen und vor der teilweise desolaten Gartenstraße. Das ist ohne Zweifel starker Tobak.

So richtig erklären könne sie sich dieses Ergebnis der Leserumfrage nicht, so Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel auf Nachfrage von innsalzach24.de. Tatsächlich landete „Es gibt ein gutes Miteinander“ bei „Was wir in/an Tüßling mögen“ auf Platz 8 von zehn Punkten die alle sehr einleuchtend sind. Was also ist da los? Warum hat dieser Punkt so viele Stimmen bekommen?

Eine uralte „Fehde“?

Das braucht man nicht ernst zu nehmen“, sagt die Bürgermeisterin zu einer offenbar uralten „Fehde“. Dabei gehe es um den Fasching, um Tüßling und um Teising. Bruges-von Pfuel führt dazu weiter aus, dass diese „Fehde“ wohl schon so lange zurückreiche, dass die heutigen Akteure in der närrischen Zeit gar nicht mehr so genau wissen würden, wie alles begann. Es sei eher eine Art gegenseitiger Frotzelei.

Der Markt habe mit der Nachbargemeinde ein gutes Verhältnis. So gibt es beispielsweise die Notversorgungsvereinbarung in punkto Trinkwasser. Selbst nach Wiederinbetriebnahme von Brunnen 1 bezieht Tüßling Wasser von Teising weil es frei von PFOA ist.

"Alles andere als verschlossen"

Es werde viel getan auch und gerade für Menschen, die sich hier niederlassen wollen. Die Infrastruktur würde stimmen, so die Bürgermeisterin. Junge Familien – und das zeigen die Ergebnisse aus „Was wir in/an Tüßling mögen“ – finden hier Kindergärten und Schulen vor. Weiter gibt es ein ausreichendes Maß an Geschäften und überhaupt: Die größeren Städte in der Umgebung sind schnell zu erreichen. Tüßling sei alles andere als verschlossen.

"Jeder ist willkommen"

Wenn überhaupt, dann könne sie diesen Vorwurf an die alteingesessen Tüßlinger nur mit einem Mangel an Begegnungen erklären. Erst, wenn jemand offen ist, beispielsweise beim Einkaufen oder im Wirtshaus den Kontakt sucht, mit anderen Eltern spricht und nicht zuletzt vielleicht einem der vielen Vereine beitritt – erst dann findet ein gegenseitiges Kennenlernen statt, so quasi. Jeder sei hier willkommen, so Bruges-von Pfuel.

Lesen Sie in Teil 3 zur Leserumfrage was Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel zur desolaten Gartenstraße sagt.

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