Nach der Leserumfrage zum Markt Tüßling

Gräfin Bruges-von Pfuel: "Es wird nicht mehr Großveranstaltungen geben"

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Nach der Leserumfrage zum Markt Tüßling sagt die Bürgermeisterin Stephanie Bruges-von Pfuel zu den Großveranstaltungen "Es wird nicht mehr geben"
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Tüßling – „Der Marktplatz ist schön“ und „Gerade bei Großveranstaltungen ist das Parken ein Graus“. Das sind die beiden ersten Plätze in der Leserumfrage „Was wir in/an der Marktgemeinde lieben – und was uns nervt. innsalzach24.de hat die Bürgermeisterin zu den Ergebnissen befragt.

Die Ergebnisse zur Umfrage „Was wir in/an Tüßling mögen“ bietet nur wenig Diskussionsstoff. Der Marktplatz ist schön (Platz 1) und die Dult gerade wegen ihrer Gemütlichkeit eine ganz tolle Sache (Platz 3). Diese Umfrageergebnisse könne sie nur bestätigen, so Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel auf Nachfrage von innsalzach24.de. Dass Tüßling in punkto Kindergärten und Schulen gut aufgestellt ist (Platz 2) wertet sie im Gespräch eher weniger als Erfolg, den sie sich für das kommunalpolitische Wirken auf die Fahnen schreibt. Viel mehr sei es schön zu sehen, dass es in diesem Bereich offenbar gut läuft.

„Wir bekommen viele Anfragen“

Warum in punkto Wohnraum für Familien laut Umfrage zu wenig getan wird und warum es zu wenig Orte gibt, wo sich Kinder und Jugendliche sicher aufhalten können, kann Bruges-von Pfuel nicht nachvollziehen. „Wir bekommen viele Anfragen“, sagt sie. Anfragen von jungen Familien, die hier wohnen wollen würden. Die Bürgermeisterin der Marktgemeinde führt weiter aus: „Weil hier die Infrastruktur stimmt.“ Die Argumente: 

  • Kindergärten, 
  • Schulen, 
  • Einkaufsmöglichkeiten,
  • man ist schnell in den umliegenden Städten 
  • und die großen Arbeitgeber in der Region sind ebenfalls schnell zu erreichen.

Wir tun sehr viel dafür.“

„Es wird nicht mehr geben“

Gerade bei Großveranstaltungen ist das Parken ein Graus.“, Platz 1 unter „Was uns in/an Tüßling nervt“: Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel sagt „Ja“. Sie könne das nachvollziehen. Es sei aber ein Dauerbrenner, egal in welcher Kommune, egal im Rahmen welcher Großveranstaltung. „Wir stellen genügend kostenfreie Parkplätze zur Verfügung“, sagt die Bürgermeisterin zu diesem Thema.

Auch Tüßling sei aber nicht verschont von Autofahrerinnen und Autofahrern, die am liebsten direkt vor dem Veranstaltungsort parken möchten. Weil das nicht geht, weichen sie aus auf die nächst erreichbaren Möglichkeiten, das Auto abstellen zu können.

Nachdem das Problem mit Wildparkern überhand genommen hatte, habe man bei den Großveranstaltungen in Tüßling ein neues Konzept erstellt. So gebe es seit einiger Zeit Parkwächter, die den Marktplatz in der Zeit des normalen Betriebs der Geschäfte dort für Tüßlinger freihalten. Freilich: Bürger am Land sind anderes gewohnt als welche, die in der Großstadt wohnen.

Es gebe viele Vorteile von solchen Veranstaltungen, auch und insbesondere für heimische Betriebe, die von den Veranstaltungen profitieren würden. Dennoch sagt Bruges-von Pfuel, dass es nicht mehr Großveranstaltungen geben werde. Genau wie beim Thema Zuzug junger Familien gebe es viele Anfragen. Es werde aber nicht mehr Großveranstaltungen in der Marktgemeinde geben.

Lesen Sie am Donnerstag unter anderem, was Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel zur Gartenstraße gesagt hat.

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