Bilanz: "Es war ein sehr intensiver Winter"

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Weniger der Schnee, sondern vielmehr die Temperaturschwankungen machten dem Winterdienst viel Arbeit.
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Traunstein/Altötting - 18.000 Tonnen Salz und 16.800 Stunden Räumarbeit: Die wechselhaften Temperaturen machen dem Winterdienst heuer viel Arbeit. Nun kann der Frühling kommen!

Warme Weihnachten, eiskalter März: Der Winter 2012/2013 hat viele Rekorde gebrochen. Für den Winterdienst bedeuteten jedoch vor allem die wechselhaften Bedingungen viel Arbeit.

Räumfahrzeuge waren 16.800 Stunden im Einsatz

"Vom Schnee her war der Winter nicht so intensiv", erläutert Peter Maltan vom staatlichen Bauamt Traunstein. Dennoch musste der Winterdienst weit mehr Einsätze fahren als im Vorjahr. 16.800 Stunden waren die Streu- und Räumfahrzeuge 2012/2013 im Einsatz. Im Winter 2011/2012 wurden lediglich 12400 Einsatzstunden verzeichnet.

Schwankende Temperaturen machen viel Arbeit

Schuld daran waren die wechselhaften Bedingungen. "Die Temperatur hat sehr oft um die null Grad geschwankt", so Maltan. Frost in der Nacht und tagsüber Tauwetter waren die Folge, für Maltan eine der "intensivsten Witterungssituationen, die man hat".

Auch der Salzverbrauch schnellte dadurch in die Höhe. 2011/2012 benötigte der Winterdienst im Straßenbauamt 12.400 Tonnen des Streumittels. Heuer stieg der Verbrauch um 5600 Tonnen auf 18.000 Tonnen. "Im Vergleich zu den Vorjahren ist es ein sehr intensiver Winter", fasst Maltan zusammen.

Wohl nicht mehr Frostschäden als sonst

Die Frostschäden halten sich in der Region wohl trotzdem in Grenzen. "Es gibt heuer keine über das übliche Maß hinaus gehenden Schäden", sagt Maltan. Zum staatlichen Baaumt Traunstein gehört die Straßenmeisterei Neuötting, die unter anderem für die Räumung der A94, auch im Landkreis Mühldorf, zuständig ist.

Die Kreisstraßen hingegen fallen in den Zuständigkeitsbereich des jeweiligen Landratsamtes. Während man in Mühldorf die Frostschäden ähnlich einschätzt wie in den Vorjahren, wagte das Landratsamt Altötting noch kein Fazit. Wie Pressesprecher Klaus Zielinski mitteilte, seien die Frostschäden noch nicht absehbar, weil es weiterhin noch Frost geben werde.

Traunstein: Einige Straßen sind vorgeschädigt

Im Landkreis Traunstein gibt es laut Peter Maltan eine Reihe vorgeschädigter Staats- und Bundesstraßen. Diese werden im Frühjahr Stück für Stück saniert. Derzeit wird zum Beispiel schon die Ortsdurchfahrt von Reit im Winkl erneuert. Frostschäden gibt es im Bereich von Emertsham und an einigen Stellen der B299. Erstaunlicherweise habe in diesem Winter der Norden im Landkreis Traunstein mehr abbekommen, sagt Maltan.

Auch Winterexperte Peter Maltan weiß nicht, wann der Frühling endlich dauerhaft einkehrt. Sein Wunsch ist jedoch eindeutig: "Hoffentliche kommt er bald."

bla/Bayerwelle SüdOst

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