Wasserversorgung soll in Tögings Händen bleiben!

Töging - Zwei Alternativen stellte Bürgermeister Horst Krebes für die Töginger Wasserversorgung vor. Für eine sprach er sich klar aus. Entscheiden muss aber der Stadtrat.

Allzu hitzige Diskussionen blieben im Gasthaus Springer am Mittwochabend aus, auch wenn Bürgermeister Horst Krebes zum Teil harte Kritik einstecken musste. In der Bürgerversammlung, die speziell zum Thema "Toginger Wasserversorgung" einberufen worden ist, informierte das Stadtoberhaupt über zwei Alternativen, bevor er die Fragen und Anmerkungen der Bürger entgegennahm.

Die Sanierung der bestehenden Wasserversorgung oder der Anschluss an den Wasserzweckverband Mühldorf/Mettenheim - für eine dieser Möglichkeiten wird sich der Stadtrat entscheiden müssen.

Nachdem im vergangenen Jahr Keime im Trinkwasser festgestellt worden sind, hat die Stadt einige Maßnahmen durchgeführt. Neben der Inbetriebnahme einer UV-Anlage und der Stillegung eines von sechs Brunnen wegen Trübungswerten, wurde auch der Kanal am Harter Weg neu gebaut.

Nun soll entweder die bestehende Töginger Wasserversorgung saniert oder an Mühldorf beziehungsweise Mettenheim angeschlossen werden. Krebes stellte die Kostenschätzung für beide Maßnahmen vor und betonte, dass die Töginger Lösung mit circa 1.810.000 Euro die kostengünstigere Variante sei im Vergleich zu 2.370.000 Euro, die ein Anschluss an Mühldorf kosten würde. "Es wäre mir persönlich lieber, wenn die Wasserversorgung in Tögings Händen bleibt", so der Bürgermeister. Für seine Entscheidung werde sich der Stadtrat aber Zeit nehmen und gründlich alle Vor- und Nachteile abwägen.

Die Bürger bewegten derweil andere Fragen, wie zum Beispiel der künftige Wasserpreis. "Wir werden den Trinkwasserpreis im kommenden Jahr erhöhen müssen", meinte Krebes. Mit 1,15 beziehungsweise 1,20 Euro lägen die Kosten pro Kubikmeter aber selbst dann noch in einem guten Bereich im Vergleich zu anderen Städten.

Vertreter der Bürgerintiative "Sauberes Trinkwasser für Töging" warfen Krebes vor, er verheimliche, dass immer noch Keime im Trinkwasser seien, die für die Bürger gefährlich sind. Adolf Edbauer behauptete sogar, der Bürgermeister habe jahrelang andere Projekte der Frage der Trinkwasserversorgung vorgezogen.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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