+++ Eilmeldung +++

Spanisches Verteidigungsministerium

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Töging will weiter eigene Versorgung

Töging - Die Stadt Töging will ihr Wasserschutzgebiet auch nach Problemen mit Verkeimungen in den Jahren 2009 und 2010 erhalten.

Ein entsprechner Beschluss im Stadtrat fiel gegen die Stimmen von SPD-Fraktionssprecher Günter Zellner und zweitem Bürgermeister Bastian Höcketstaller (SPD), die auch nach einer Sanierung mit Problemen im Wasserschutzgebiet rechnen.

Trinkwasser in Töging

Die Gesamtkosten der Maßnahme, auf der außerordentlichen Bürgerversammlung zum Trinkwasser im Oktober war von etwa 1,8 Millionen Euro die Rede, sollen auf die Haushalte der kommenden drei Jahre verteilt werden. Bürgermeister Horst Krebes hatte damals von einer damit verbundenen Erhöhung des Kubikmeterpreises um 20 bis 30 Cent gesprochen.

Der Stadtrat zeigte sich am Mittwoch nach wochenlangem Hin und Her und über die Medien ausgetragenen Streitigkeiten entschlossen. Das von der Verwaltung ausgefeilte Sanierungskonzept fand ohne grundlegende Diskussion eine deutliche Mehrheit. Ein Planungsauftrag für den jetzt gefassten Beschluss soll "umgehend" vergeben werden.

Der Sanierungsplan sieht als erstes den Aufbau eines leistungsfähigen Trinkwasser-Notverbundes zur Absicherung der Eigenversorgung vor. Es folgen Bohrungen und Probeförderungen für zwei neue Brunnen als schnellen Ersatz für die bestehenden Brunnen fünf und sechs.

Parallel will die Stadt mit Fachbehörden klären, wie das Wasserschutzgebiet zumindest im südlichen Bereich verändert werden kann, "insbesondere, ob nach Auflassung der Brunnen fünf und sechs die Problembereiche Sportgelände und Anwesen Harter Weg 80 aus der Schutzzone II herausgenommen werden können und inwieweit sich die Schutzzone III im Bereich der westlichen Wohnbebauung in Töging-Nord eingrenzen lässt".

Das Konzept sieht zudem zur Sicherung der Wasserförderung eine Erweiterung des Tiefbehälters vor, damit dort der durchschnittliche Tagesbedarf der Stadt gespeichert werden kann - wobei dies unter anderem Sepp Neuberger (FW) angesichts von Kosten in Höhe einer halben Million Euro und aufgrund des Notverbundes nicht für zwingend notwendig hält.

Die Stadt will das gesamte Sanierungskonzept "flexibel" handhaben und so stets möglichen neuen Erkenntnissen anpassen.

Der Stadtrat will im Januar entscheiden, ob ein auch mit Bürgern besetzter Beirat die Planungen begleitet. Bürgermeister Horst Krebes merkte an, dass dieser Beirat von einem möglicherweise teuren Fachmann geleitet werden müsste. Der Bürgermeister kündigte an, bei den öffentlichen Sitzungen auch Ortstermine bei Trinkwasser-Entscheidungen anbieten zu wollen.

CSU-Fraktionssprecher Dr. Tobias Windhorst war mit dem Konzept "zufrieden". Die Entscheidung sei ein "stückweit auch eine Prognoseentscheidung". Nach seinem Hinweis wird dem Beschluss-Text ein Verweis auf den Rückgriff auf bestehende Gutachten zugefügt. Windhorsts Vorschlag wurde angenommen, die Verwaltung solle den Stadtrat regelmäßig etwa alle vier Monate über den Fortschritt der Konzeptumsetzung informieren.

Neuberger sagte, die Eigenversorgung sei die "richtige Maßgabe".

Zellner erklärte seine Stimme für einen Anschluss an die Wasserversorgung der Mettenheimer Gruppe damit, dass die Stadt das Gefährdungspotential im Wasserschutzgebiet nicht werde lösen können. Das Gesundheitsamt könne die Stadt zum Einbau von Aktiv-Kohle-Filtern zwingen. Er aber vertrete den Grundsatz, qualitativ hochwertiges Wasser zu einem adäquaten Preis haben zu wollen. Langfristig erwartet Zellner wegen der von ihm genannten Auflagen bei der Eigenversorgung einen höheren Wasserpreis als nach einem Anschluss an die Mettenheimer Gruppe. Höcketstaller sieht dies ebenso.

Krebes sagte zum Konzeptbeschluss, die Stadt werde "erst in Jahren und Jahrzehnten sehen, ob es eine richtige Entscheidung war".

rob/Mühldorfer-Anzeiger

Rubriklistenbild: © fib/GS

Zurück zur Übersicht: Region Alt-/Neuötting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.

Die Redaktion

Live: Top-Artikel unserer Leser