"Gemeinsam für Töging" meldet Erfolg

Töging - Werbering-Chef Romuald Schmidpeter zog eine positive Bilanz der Aktion "Gemeinsam für Töging" in der Stadtratssitzung: Der Geschäfts-Leerstand schrumpfte um ein Drittel.

Zehn Gebäude-Einheiten, etwa 30 Prozent des ursprünglichen Leerstandes in Stadt und Gründerzentrum, seien mit Unterstützung der Aktion vermittelt worden. "Das hatte ich nicht erwartet", sagte Schmidpeter bei der Vorstellung der Bilanz. Laut Bürgermeister Horst Krebes wurde durch die Aktion "vieles bewegt". Die Aktion hatte seit einem Stadtrats-Beschluss monatlich 400 Euro von der Stadt bekommen, insgesamt 3200 Euro im Jahr 2010.

Die Differenz im vergangenen Jahr zu den Kosten in Höhe von 5141 Euro vor allem für Werbung haben demzufolge Unternehmer wie Schmidpeter und Hans Demmelhuber aus eigener Tasche zugesteuert. Nach Angaben Krebes' arbeitet der Werbering ehrenamtlich.

Schmidpeter sagte über den Erfolg der Aktion, die 400 Euro der Stadt seien "gut angelegtes Geld". Der Vermittlungs-Trend sei "sehr gut". Der Werbering berate einen der neuen Geschäftsinhaber auch nach der Vermittlung der Geschäftsräume.

Objekte an der Hauptstraße abreißen

Für die Vermittlungen verlangen die Macher der Aktion "Gemeinsam für Töging" keine Maklergebühren, sagte Schmidpeter, der selbst als Makler arbeitet. Die Aktion habe sich herumgesprochen. Es gebe "permanent" Anfragen, unter anderem auch für die Räume des ehemaligen Kinos. "Ich bin sehr zuversichtlich", lautete sein Resümee. Sechs Objekte in der Wolfgang-Leeb-, Dortmunder- und Haupstraße will Schmidpeter in den kommenden Monaten "schaffen".

Allerdings ist nach Ansicht des Werbering-Chefs nicht jedes leerstehende Gebäude zu vermitteln. "Einige Objekte in der Hauptstraße sind nicht beziehbar. Die gehören abgerissen", sagte Schmidpeter. Unverständnis äußerte er über Eigentümer, die zwar die Aktion kennen würden, denen man aber dennoch "nachlaufen" müsse. Auch müssten Eigentümer bei Verträgen und der Höhe der Miete entgegenkommen. Andererseits sei bei Interessenten darauf zu achten, ob diese dauerhaft wirtschaftlichen Erfolg umsetzen können.

Bis Ende des Jahres soll die Aktion in der bisherigen Form weiterlaufen. Dann will Schmidpeter einen "Schnitt machen" und wieder Bilanz ziehen. Vielleicht, so Schmidpeter, seien dann "andere Baustellen" als der Geschäftsleerstand wichtiger für die wirtschaftliche Belebung der Stadt.

CSU-Fraktionssprecher Dr. Tobias Windhorst bezeichnete den Erfolg angesichts des eingesetzten Geldes als "dann doch ganz gut". Bei der Unterstützung der Aktion habe sich eine Eigendynamik entwickelt. Windhorst hatte bei der Entscheidung über die finanzielle Beteiligung der Stadt noch ein "Grundkonzept" bei der Wirtschaftsförderung vermisst und mehr Einsatz seitens der Stadt gefordert.

rob/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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