Grausame Tierhasser quälen Hunde und Katzen

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Altötting/Mühldorf - Tierquäler machen immer wieder mit grausamen "Anschlägen" auf Vierbeiner von sich reden. In Mühldorf und Mehring haben sich kürzlich zwei Vorfälle ereignet.

Unschuldige Katzen werden abgeschossen, ein herzensguter Hund einfach vergiftet. Kaum vorstellbar, wie grausam Tierhasser immer wieder arme Vierbeiner quälen.

Nachdem Kater Fridolin aus Mehring mit einem Luftgewehr oder einer Luftpistole angeschossen worden ist und an dieser Verletzung starb, hat die Diensthundegruppe Traunstein, die beim zuständigen Operativen Ergänzungsdienst Traunstein angesiedelt ist, einen Aufruf gestartet. "Mittlerweile wurden vier Fälle von angeschossenen Katzen aus dem Gemeindebereich Mehring/Öd gemeldet", berichtet Reiner Popp, stellvertretender Gruppenleiter bei der Diensthundegruppe. Laut dem Fachmann müssen die Tiere aus nächster Nähe mit einem Luftgewehrgeschoss anvisiert worden sein.

Ein anderer Fall von Tierquälerei hat sich in Mühldorf ereignet. Familie Sedlmaier verlor ihren geliebten Hund "Wurzl". Der herzensgute Vierbeiner wurde vergiftet und ist qualvoll erstickt. "Er ist in meinen Armen gestorben", berichtet Heidemarie Sedlmaier mit leiser Stimme. Den Verlust wird die Mühldorferin lange nicht überwinden, acht Jahre lang war "Wurzl" ein geliebtes Familienmitglied. "Ich kann nicht verstehen, warum jemand so etwas tut, auch noch in unserem eigenen Garten." Wer ihrem Liebling das Leid zugefügt hat, kann Familie Sedlmaier nur vermuten. "Wir haben einen Verdacht, aber beweisen lässt es sich nicht", meint Heidemarie Sedlmaier.

Eine Statistik der Fälle für die einzelnen Landkreise gibt es laut Reiner Popp von der Diensthundegruppe nicht. "Im gesamten Dienstbereich haben wir durchschnittlich zwei bis drei Fälle von Tierquälern. Dass es sich in einem Bereich so häuft, wie in Mehring, gab es eigentlich noch nie."

Natürlich ist die Ermittlung eines Tierquälers nicht einfach. "Manchmal gelingt es aber doch, den Täter zu schnappen", so Popp. Und den Tätern droht eine saftige Strafe.

"Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder

2. einem Wirbeltier a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder b) länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt."

So heißt es im § 17 des Tierschutzgesetzes. Eine Strafe, die weder Karl Franke seinen Kater Fridolin noch Familie Sedlmaier ihren Hund Wurzl zurückbringt. Sie hoffen, dass die grausamen Tierhasser entlarvt werden und nie wieder einem Tier Leid zufügen können.

Im Fall Mehring bittet die Polizei um sachdienliche Hinweise. Diese sind an die zuständigen Operativen Ergänzungsdienste Traunstein (Tel. 0861-9873-205) oder an die Polizeiinspektion Burghausen (Tel. 08677-91960) zu richten.

Anette Mrugala

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