„Zauberkoffer“ für den Notarzt

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Die Verantwortlichen bei der Vorstellung der Telemetrie-Koffer.

Altötting - Einen wichtigen Schritt im Rettungswesen ist das Bayerische Rote Kreuz in Altötting gegangen. Mit sogenannten Telemetrie-Koffern ist ab sofort ein Integrativen Rettungskonzept im Landkreis möglich.

Technisch innovativ zeigten sich Rettungsdienst und Kreiskliniken Altötting/Burghausen bei der Vorstellung der neuen Telemetrie-Koffer, die künftig die Behandlung von Notfallpatienten wesentlich verbessern sollen. Die zwei Notarztwagen und fünf RTWs im Landkreis Altötting werden mit der neuen Technik ausgestattet, die es ermöglicht, beim Patienten bereits vor Ort wichtige medizinische Informationen wie EKG oder Bilddaten aufzunehmen und direkt an die aufnehmende Klinik zu übermitteln.

So kann nicht nur der Notarzt bei der Erstbehandlung online Unterstützung von den jeweiligen Fachkollegen anfordern, sondern auch im Krankenhaus lassen sich Aufnahme und Behandlung schon vor dem Eintreffen des Patienten organisieren. Möglich wird das durch eine UMTS-gestützte Kommunikation mit Scanner, Computer und Handy, bei der alle Geräte in einen Koffer fest eingebaut sind.

In dieser Form ist die „Altöttinger Telemetrie“ bislang einzig in Bayern. Ähnliche Systeme sind weniger vielseitig und erheblich teurer. Dank der eigenen Entwicklungsarbeit konnte der Preis auf ca. 850 Euro pro Telemetrie-Koffer gesenkt werden, wovon ein namhafter Teil über eine Spende der Firma „Boston Scientifics“ finanziert wird.

Der Leitende Notarzt Dr. Ludwig Gutermuth und Rettungsdienstleiter Klaus Werkstetter stellten die Innovation in Anwesenheit des BRK-Kreisvorsitzenden Herbert Hofauer und des Kreisklinik-Vorstands Michael Prostmaier der Öffentlichkeit vor.

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