Nach großer Sorge um den in Teising vermissten Vater

"Es war schlimm": Eine Familie sagt den Einsatzkräften "Danke"

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Mutter Bauer, Christian Bauer und Vater Bauer auf der Dankesfeier in Teising
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Teising – „So wirklich weiß man ihren Einsatz für die Allgemeinheit erst zu schätzen, wenn man Hilfe braucht“, sagt Christian Bauer über die rund 80 meist freiwilligen Helfer. Er hatte seinen Vater als vermisst melden müssen. Dieser hatte in den Innauen die Orientierung verloren.

Es war schlimm“, sagt Christian Bauer über die Stunden voller Sorge um seinen Vater. Der gesundheitlich eingeschränkte ältere Mann war Mitte Februar mit dem Fahrrad in den Innauen unterwegs gewesen und hatte nicht mehr nach Hause gefunden. Nach rund drei Stunden hatten die Einsatzkräfte den Vermissten ausfindig gemacht. Voller Dankbarkeit hat Familie Bauer allen Helfern jetzt ein Weißwurstfrühstück spendiert. Seiner Mutter, ihm und der gesamten Familie sei es ein tiefes Anliegen gewesen, „Danke“ zu sagen, so Bauer im Gespräch mit innsalzach24.de.

„Wir müssen dafür dankbar sein“

So wirklich weiß man ihren Einsatz für die Allgemeinheit erst zu schätzen, wenn man Hilfe braucht“, sagt Christian Bauer, der Sohn des Mitte Februar in Teising vermissten älteren Mannes. Damit sind insbesondere die vielen ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden bei den Freiwilligen Feuerwehren gemeint. Menschen also, die Teile ihrer Freizeit dem Allgemeinwohl opfern. Jeder müsse dafür dankbar sein, findet Christian.

Gruppenbild von der Dankesfeier in Teising

„Was siehst Du?“

Sogar ein Hubschrauber war an der Suche beteiligt gewesen. Auf Nachfrage von innsalzach24.de schildert Stefan Maier, der 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Teising das damalige Problem: Demnach hatte der Gesuchte zwar ein Handy dabei gehabt und war sogar erreichbar. Ihn damit im weitläufigen Gelände zu finden sei aber dennoch schwierig gewesen. So habe der Vater von Christian Bauer mehrfach seinen Standort gewechselt.

Was folgte waren über 30 Telefonate des Sohnes mit seinem Vater. Die Fragen: „Was siehst Du?“, „Wo steht der Mond dazu?“ Zu diesem Zeitpunkt war bereits die Kommandozentrale im Rathaus eingerichtet gewesen. Google Maps wurde auf eine große Leinwand projiziert. Von hier aus gingen die Anweisungen an die Suchtrupps in Zusammenarbeit mit den Informationen aus der Luft von der Hubschrauber-Besatzung. Schließlich wurde der vermisste Mann gefunden. Er war zu diesem Zeitpunkt offenbar nur leicht unterkühlt, so dass er schon einen Tag später das Krankenhaus wieder verlassen konnte.

„Eine sehr schöne Würdigung“

Wir möchten uns bei Familie Bauer recht herzlich für die schönen Stunden bedanken – dies war eine sehr schöne Würdigung unserer ehrenamtlichen Arbeit“, schreibt die Freiwillige Feuerwehr Teising auf ihrer Homepage zum Dankesfest anlässlich der erfolgreichen Vermisstensuche. So etwas sei auch nicht selbstverständlich und schon gar keine Pflicht, so Stefan Maier von der FFW Teising. Auch der damals Vermisste war dabei.

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