Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidatin für Teising

18 Fragen an Claudia Heiß (Freie Wähler)

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Bürgermeisterkandidatin in Teising: Claudia Heiß (Freie Wähler).

Teising - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Teising wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Claudia Heiß (Freie Wähler).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Claudia Heiß


2. Partei

Freie Wähler/ Ortsverband Teising; Kreistag, Listenplatz 22

3. Alter

54

4. Wohnort

Teising , seit 1999

5. Geburtsort

München

6. Familienstand

ledig

7. Kinder

-

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Ich bin „Quereinsteigerin“…aber schon aufgrund meiner Berufserfahrung gewohnt, mich schnell auf neue Themen und Sachgebiete einzustellen

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Hm,……ich habe meinen ganz eigenen Stil….vor allem will ich authentisch sein und bleiben, eine Eigenschaft, die in der Politik , so scheint es, nicht so häufig anzutreffen ist….….

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich bin seit meiner Kindheit mit Teising verbunden, und hatte dort richtig enge Freunde, obwohl ich „nur“ in sämtlichen Ferien bei meinen Großeltern weilte

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Weil ich statt lauer Routine endlich frischen Wind blasen und neue Impulse setzen werde

12.  Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Die Bürger wurden bei Entscheidungen nicht „ mitgenommen“, Noble Neubauviertel sind entstanden, während der Altbestand seit vielen Jahren vergessen wird…

Durch Information, Dialog, und Einbindung meiner Mitbürger/innen werde ich mehr Bürgernähe und Transparenz schaffen, z.B. durch Bürgerbefragungen und häufigere Bürgersprechstunden; Und…längst überfällige Sanierungsrückstaus abbauen

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Um Teising fit zu machen für die sozialen, wirtschaftlichen, und ökologischen Herausforderungen der Gegenwart, müssen zum Teil gegenläufige Interessen unter einen Hut gebracht werden….. ein Drahtseilakt, der viel Fingerspitzengefühl, vor allem Geduld und Hartnäckigkeit erfordert, nur ein Beispiel: Jede Gemeinde benötigt Einnahmen aus Gewerbebetrieben, die oft ökologischen Interessen ( Stichwort Flächenversiegelung!) entgegenlaufen. Hier muss sehr behutsam abgewogen werden. Fest steht für mich: Gewerbeausbau ja, aber nicht um jeden Preis!

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Die drei wichtigsten Ziele: 

  • Wirtschaftliches, planvolles Haushalten, aber nicht „ tot sparen“ , sondern Beseitigung des Sanierungsrückstaus bei Straßen und Gehwegen und Modernisierung und Verdichtung des Laternennetzes 
  • Wiederbelebung des Vereinslebens durch Schaffung eines tragfähigen Konzeptes für unser Sportheim 
  • Ökologisch sinnvolle Nutzung von vorhandenen Ressourcen, wie z.B. Nutzung von Abwärme aus Biogasanlagen und Sonnenenergie für gemeindeeigene Bauten

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Durch den bevorzugten Bau von Einfamilienhäusern geht natürlich kostbarer Baugrund verloren. Gerade für junge oder einkommensschwächere Familien muss das Augenmerk jedoch vermehrt auf Mehrfamilienhauskonzepte gelegt werden, welche sich jedoch harmonisch in unser Dorfbild einfügen müssen

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Wie Sie sehen, gehört dieses Thema zu einem eines meiner erklärten drei wichtigsten Ziel in der Gemeinde. Es ist sozusagen eine Herzensangelegenheit, da wir nur diesen einen Planeten haben, den wir für unsere Kinder erhalten sollten ! Ich will, daß unsere Gemeinde Vorbildcharakter erwirbt und zugleich Ansporn für andere umliegende Gemeinden wird, wenn es um innovative Klima-,- und Umweltschutzprojekte geht: Wir könnten , wie schon erwähnt, Abwärme aus Biogasanlagen, und Sonnenenergie für gemeindeeigene Bauten nutzen; ansässige Gewerbetreibende motivieren, (nicht missionieren!), so wenig wie möglich Plastik einzusetzen, keine Pappbecher oder Verpackungsmaterial aus Plastik mehr zu verwenden…

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Ich kann sowohl die eine, wie die andere Seite gut verstehen: Es ist kein Geheimnis, daß der Nitratgehalt in unserem Trinkwasser zu hoch ist, also ist eine Verschärfung der Düngemittelverordnung zum Schutze des Trinkwassers und der Insekten aus meiner Sicht notwendig. Die Landwirte werden von der Politik aber auch total allein gelassen: Sie sind es, die unsere hochwertige Ernährung sicherstellen sollen, und das möglichst billig !. Wir alle müssen radikal umdenken, die Landwirte müßten für den Anbau biologisch erzeugter Lebensmittel so stark subventioniert werden, daß diese Form der Erzeugung finanziell attraktiver wird als die herkömmliche . Gleichzeitig müssen wir alle viel stärker darauf achten, wo unsere Lebensmittel herkommen, und unser Kaufverhalten dementsprechend anpassen. Daher bin ich für die Förderung der Hofläden, um regionale Erzeugnisse direkt aus dem Dorf noch stärker an unsere Mitbürger zu bringen, statt Produkte aus dem Supermarkt

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Zunächst einmal fordere ich meine Mitbürger auf, die Mittel der Demokratie zu nutzen und zur Wahl zu gehen!!! Und: die Wähler sollten sich nicht von Erstwählerparties, Seniorenkränzchen und dgl. mehr zum Zwecke der Wahlwerbung blenden lassen, sondern sich ernsthaft fragen, wer von uns Bürgermeisterkandidaten sich in Teising an die Arbeit machen soll, für die nächsten sechs Jahre Probleme zu lösen, Perspektiven zu schaffen, und die Zukunft unserer liebenswerten Gemeinde zu gestalten !

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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