Vierfache Mutter berichtet vom Alltag  

Jasmin (31) aus Teising über Drillinge: „Im ersten Moment ein Schock“

Die glückliche sechsköpfige Familie aus Teising: Vater Uwe mit Leon, Alina, Luca, Jasmin und Paul.
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Die Drillinge waren am Anfang ein Schock, doch inzwischen ist die Freude bei allen sehr groß (v.l.n.r.): Vater Uwe mit Leon, Alina, Luca, Jasmin und Paul.

Teising – Am 8. Juli erblickten Leon, Luca und Paul das Licht der Welt und halten seit diesem Tag Mutter Jasmin (31) und Vater Uwe (59) auf Trab. Die vierfache Mutter aus Teising hat innsalzach24.de einen Einblick in den Alltag einer Drillingsmama gegeben.

Jasmin und ihr Mann Uwe sind stolz und glücklich über ihre drei Jungs: Die eineiigen Zwillinge Leon und Luca sowie Paul. „Ich muss gestehen, dass alle Armkettchen mit ihren Namen haben“, berichtet Jasmin gegenüber innsalzach24.de auf die Frage, ob sie Probleme hätte die Zwillinge zu unterscheiden.


Drillingsmama aus Teising: „Eine Überraschung nach der nächsten“

Es war eine künstliche Befruchtung mit zwei Eizellen. „Leider hat es beim ersten Versuch nicht geklappt, daher haben wir uns entschieden, zwei Eizellen einsetzen zu lassen. Dann kam eine Überraschung nach der nächsten“, so die 31-Jährige. Zunächst hat man nur gesehen, dass beide Eizellen befruchtet sind. Bei der nächsten Untersuchung waren es dann drei.


„Das war dann doch sehr überraschend. Anfangs war ich auch etwas schockiert. Meine Tochter Alina war aber total Feuer und Flamme“, schildert Jasmin. Doch die Freude wurde mit jedem Arztbesuch größer. Sie habe immer mehr realisiert, dass es wirklich drei Kinder sind.

Die Schwangerschaft an sich lief komplett ohne Komplikationen ab. „Da Drillinge jedoch immer eine Risikoschwangerschaft ist, hätte ich reduzieren können. Das wollte ich aber nicht“, so die Tagesmutter. Zwar habe sie immer weniger Kinder betreut, aber noch bis Ende Juni gearbeitet. Lediglich mit dem Atmen hatte sie Schwierigkeiten.

Plötzliche Geburt - Mann kam eine halbe Stunde zu spät

In der 31. Schwangerschaftswoche am 8. Juli kamen die drei Jungs dann auf die Welt. In der 33 Woche wäre ein Kaiserschnitt geplant gewesen, drei Wochen vorher sollte Jasmin aber schon vorsorglich in das Krankenhaus kommen. „Meine Herrschaften wollten aber schon früher kommen. Am Dienstag bin ich angekommen, am Mittwoch Morgen war es aber dann soweit“, erinnert sich Jasmin. Bei der Geburt selbst hätte der Mann dabei sein dürfen, aber er war eine halbe Stunde zu langsam.

Zwei Monate verbrachten die Neugeborenen anschließend noch im Krankenhaus, besonders die Fahrerei nach Landshut war anstrengend. Dort fand die Geburt statt, da die Intensivstation für Neugeborene in Altötting nicht für Drillinge in der 31. Schwangerschaftswoche zugelassen ist. Aufgrund von Corona durfte Uwe auch nur zwei Stunden pro Tag zu den Drillingen. Die achtjährige Tochter durfte ihre Brüder gar nicht besuchen. „Das war schon hart. Die Zeit war für Alina generell nicht einfach. Ich war jeden Tag in Landshut. Sie war dann oft bei unseren Nachbarn. Ohne die wäre es sowieso nicht machbar gewesen“, so Jasmin.

Eine Packung Windeln pro Tag

Seit die Drillinge zuhause sind, ist Alina jedoch richtig glücklich. Bisher gibt es auch noch keine Anzeichen von Eifersucht oder anderen Schwierigkeiten. Sie durfte sich auch einen Namen aussuchen und entschied sich für Paul. Die anderen zwei Namen hat dann je ein Elternteil bestimmt.

Fast eine Packung Windeln pro Tag braucht die Familie. Selbst die größere Mülltonne, die sie bestellt haben, ist relativ schnell voll. „Dafür dass es drei Babys sind, ist es aber relativ entspannt. Alle drei bis vier Stunden wollen die drei Jungs etwas zum Essen. So ein Durchgang dauert dann schon so rund 90 Minuten“, so die vierfache Mutter.

Zwei Stunden Schlaf am Stück wären aber schon drin, mehr bekomme sie allerdings nicht. Jasmin hätte es sich aber schlimmer vorgestellt. Hilfreich ist zudem, dass die Drillinge schon einen Rhythmus haben und es gewohnt sind, nacheinander zu essen. „Sonst hätte ich auch ein Problem“, glaubt die Drillingsmama.

Neugierige Blicke und Hilfe von den Nachbarn

Es gibt viele neugierige Blicke, wenn Jasmin mit den Drillingen unterwegs ist. Denn mit dem großen Kinderwagen, eine Spezialanfertigung für drei Kinder, fällt die Familie sofort auf. „Alle wollen schauen“, berichtet die 31-Jährige. Der Kinderwagen ist sogar so breit, dass sie manchmal gar nicht durch die Kassen im Supermarkt kommt. Auch das derzeitige Haus ist bald zu klein, deshalb ist die Familie auch auf Grundstückssuche, die sich jedoch etwas schwierig gestaltet.

Ein speziell angefertigter Kinderwagen für drei Babys.

Eine große Unterstützung sind die Nachbarn, die auch gerne regelmäßig zu Besuch kommen und sich um die Babys kümmern, damit Jasmin auch mal Zeit für den Haushalt hat. Auch vom Landratsamt hat die Familie Hilfe bekommen. Zehn Stunden in der Woche werden ihr die drei Kinder abgenommen, damit Jasmin auch mal durchatmen oder in Ruhe zum Einkaufen gehen kann.

Charakterliche Unterschiede könnten aber noch nicht ausgemacht werden. Noch hat sie ihre drei Babys optisch auch noch nicht ähnlich angezogen. Da würde sie den Faden verlieren, glaubt Jasmin. „Die anstrengende Zeit wird noch kommen, wenn sie noch aktiver werden“, ist sich die vierfache Mutter sicher. Doch mit der Hilfe von den befreundeten Nachbarn werden sie wohl auch die Zukunft sehr gut meistern.

jz

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