Mit Sport gegen Gewalt

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Burgkirchen - Stunts auf dem Fahrrad, Football, Akrobatik oder Tanz - Dass Sport ein gutes Mittel ist, um Aggressionen abzubauen, bewies die Veranstaltung "Adrenalin ja! Gewalt, nein Danke" mit Stargast Danny MacAskill.

"Sport ist der beste Weg um Ziele zu erreichen, er wird von jedem respektiert", meinte Gregor Fabry auf dem Bürgerplatz in Burgkirchen, wo sich tausende Schüler versammelt hatten, um an der Veranstaltung des Burghausers zur Gewaltprävention teilzunehmen. Fabry, der das Spektakel auf die Beine gestellt hat, ist selbst in Schulen und im Burghauser Freizeitheim aktiv, bringt dort Kindern und Jugendlichen das "Happy Gapping", einen Mix aus Akrobatik und Musik, bei. Sich Ziele zu setzen, diese zu erreichen und dann neue vor Augen zu haben, müsse jungen Menschen beigebracht werden und sei der beste Weg, um sie von Gewalttaten fernzuhalten.

Gewaltprävention Burgkirchen

Für die Schüler gab es deshalb Kostproben aus Judo, American Football, Cheerleading und Happy Gapping zu sehen. Das Cabaret des Grauens aus Burghausen zeigte schauspielerisch, wie es zu Prügeleien kommen kann und wie man sich in solchen Situationen am besten verhält. Erklärungen dazu lieferte der Ruhpoldinger Polizeihauptkommissar und Jugend- und Präventionsbeamte Markus Tettenhammer. "Das A und O in solchen Fällen ist sich einzumischen", rät der Fachmann. Dabei sollte man aber keineswegs den Prügelnden selbst angreifen oder ihn beleidigen. "Am besten man weist zum Beispiel jemanden an, die Polizei zu rufen und kümmert sich um das Opfer. Den Täter am besten links liegen lassen."

Das Highlight der besonderen Schulstunde am Bürgerplatz war Danny MacAskill aus Schottland. Der Stuntman zeigte unter Jubelrufen und Applaus der Schüler atemberaubende Kunststücke auf seinem Fahrrad und erklärte, wie in seinen Augen Sport zur Gewaltprävention beiträgt. "Wenn ich auf meinem Fahrrad sitze, bündle ich meine Energie und stecke sie komplett in den Sport. Das tut gut." Für viele Kinder und Jugendliche ist MacAskill vor allem durch zwei Youtube-Videos, in denen er waghalsige Stunts auf seinem Bike ausübt, ein Idol geworden. Trotzdem bleibt der sympathische Schotte bescheiden. "Ich fühle mich nicht wie ein Star. Ich will einfach nur Fahrrad fahren. Und wenn das den ein oder anderen jungen Menschen dazu bewegt, mal wieder auf sein Bike zu steigen, dann ist es gut", lacht er.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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