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Aktuelle Analyse und Langzeitvergleich

So viele Corona-Infizierte wie noch nie: Das sind die Hotspots im Kreis Altötting

Es sah zwischenzeitlich nach einer Entspannung in der Omikron-Welle aus, aber schon ziehen die Corona-Werte wieder an - die Zahl der „aktiven“ Fälle erreicht im Landkreis Altötting gar einen Rekordwert. Wir haben die Analyse aus den Kommunen.

Landkreis Altötting - In den vergangenen beiden Wochen sanken die Zahlen im Landkreis Altötting, doch jetzt gibt es wieder einen Sprung nach oben: 2747 Menschen gelten am Mittwoch (9. März) im Landkreis als „aktiv“ mit dem Coronavirus infiziert - ein Rekordwert seit Beginn der Pandemie. Vorige Woche waren es noch rund 600 weniger. Im Schnitt entspricht das 2,46 Prozent aller Bürger im Kreis Altötting. Ähnlich auch das Bild in den Ortschaften: 18 der 24 Kommunen weisen jetzt höhere Infizierten-Zahlen aus als in der Vorwoche.

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 9. März.

Im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße ist Feichten momentan am stärksten vom Coronavirus belastet. 48 Infizierte sind dort bekannt, was 3,84 Prozent aller Einwohner entspricht. Vier weitere Orte liegen ebenfalls über dem Wert von drei Prozent: Pleiskirchen (3,51 Prozent/86 „aktive“ Fälle), Teising (3,19 Prozent/59 „aktive“ Fälle), Neuötting (3,14 Prozent/278 „aktive“ Fälle) und Tyrlaching (3,08 Prozent/32 „aktive“ Fälle). Außerdem fällt auf: In Stammham und Erlbach hat sich die Zahl der Infizierten im Vergleich zur Vorwoche in etwa verdoppelt, auf jetzt 31 bzw. 21 und in Reischach sind es jetzt mehr als dreimal so viele Fälle (67).

„Aktive“ Corona-Fälle in Burghausen, Altötting, Burgkirchen, Töging und Neuötting im Verlauf der vergangenen Wochen.

Betrachtet man nur die absoluten Zahlen, sind es diese Woche schon fünf Kommunen, die mehr als 200 Corona-Infizierte vermelden müssen - vorige Woche waren es nur drei. In Burghausen sind 433 Fälle bekannt, in Altötting 325 und in Neuötting 278. Auch Burgkirchen (223) und Töging (214) liegen jetzt über dieser Marke. Sinkende Zahlen gibt es diese Woche in Emmerting, Garching, Halsbach, Mehring, Perach und Unterneukirchen.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 307 Todesfälle im Landkreis zu beklagen - drei mehr als vorige Woche. 27 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Altötting sind derzeit in einem Krankenhaus untergebracht, zwei von ihnen müssen auf einer Intensivstation behandelt werden. Die Werte sind über die vergangenen Wochen recht stabil. Für die derzeit wieder steigenden Infektionszahlen könnte unter anderem die noch leichter übertragbare Omikron-Subvariante BA.2 verantwortlich sein.

xe

Rubriklistenbild: © Matthias Schrader