Grenzübergang in Simbach

Deshalb kamen die Flüchtlinge nach Simbach

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Die Grenzen werden wieder kontrolliert (wie hier an der A8 bei Piding). Flüchtlinge können die Grenze dennoch passieren

Simbach - Aus Österreich kamen in den letzten Tagen hunderte Flüchtlinge nach Simbach - trotz der Grenzkontrollen. An den Grenzen sollen Asylsuchende nicht abgewiesen werden.

Am gestrigen Dienstag haben etliche Flüchtlinge aus Braunau die Grenze nach Simbach passiert. Nachrichten.at beziffert ihre Zahl auf etwa 200. Ein innsalzach24.de-Leser, der selbst beobachtet hat, wie die Flüchtlinge die Grenze passierten, zeigt sich verwundert. Seine Frage ist: Was bringen Grenzkontrollen, wenn Flüchtlinge dennoch die Grenze nach Deutschland überqueren können?

Von Braunau aus sind am Dienstag rund 200 Flüchltinge nach Simbach gekommen (zum Vergrößern Bild anklicken)

Prinzipiell könnte die Bundespolizei Flüchtlinge abweisen, falls sie über einen sicheren Drittstaat einreisen. Österreich wäre freilich ein solcher sicherer Drittstaat. Zur Anwendung kommt dies aber derzeit nicht. Bundespolizeisprecher Thomas Schweikl erklärte gegenüber n-tv.de, dass niemand abgewiesen werde. "Im Großen und Ganzen läuft es also wie vorher", so Schweikl. Konkret heißt das: Die Bundespolizei stellt die Identität der Flüchtlinge fest und verweist sie dann in eine Erstaufnahme. Am Dienstag etwa sind über die Grenze von Salzburg nach Freilassing rund 1100 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

Zustrom läuft in geordneten Bahnen

Einen Nutzen haben die Grenzkontrollen dennoch: Der Zustrom der Flüchtlinge läuft in geordneten Bahnen. Die Flüchtlinge können bereits in den Grenzregionen registriert und in Erstaufnahmeeinrichtungen verwiesen werden. Außerdem scheint der Zustrom nachzulassen. Seit Anfang September waren im Schnitt täglich 5000 Asylbewerber registriert worden. Gleich nach der Wiedereinführung der Grenzkontrollen war die Zahl offenbar deutlich zurückgegangen, steigt nun allerdings wieder an. Darüber hinaus helfen Grenzkontrollen im Kampf gegen die Schlepper. Bis Montagnachmittag hatten Fahnder bereits 31 mutmaßliche Schleuser festgenommen.

Die Flüchtlinge, die gestern nach Simbach gekommen waren, wurden mit Bussen nach Passau gebracht. "Dort werden sie versorgt und dorthin gebracht, wo noch freie Plätze sind", erklärte ein Bundespolizist gegenüber Nachrichten.at.

bla

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