Sekten-Video verstößt gegen Neutralitätsgebot

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Altötting - Das Verwaltungsgericht München hat im Fall eines Videofilms über die Sekte "Universelles Leben" eine Untersagung ausgesprochen. Das Video befindet sich im Fundus des Landkreis-Medienzentrums.

"Bestimmte Passagen der dem Film beiliegenden Kurzzusammenfassung würden gegen das staatliche Neutralitätsgebot gegenüber Religionsgemeinschaften verstoßen." Das berichtet der Alt-Neuöttinger Anzeiger.

Das Verwaltungsgericht habe im Detail untersagt, „im Zusammenhang mit der Glaubensgemeinschaft von einer pseudoreligiösen Gemeinschaft zu sprechen.“ So Rechtsanwalt Gerhard Michel von der Altöttinger Kanzlei „Jehle & Kollegen“ im Anzeiger. Im Beschreibungstext des Videos auf der Homepage des Medienzentrums stand unter anderem, dass "Universelles Leben" im Raum Unterfranken schon ganze Dörfer majorisiert habe und subtilen Druck auf Einwohner ausübe, die dieser Organisation kritisch gegenüber stehen würden. Diese Beschreibung wurde nun entfernt, wie Klaus Zielinski, Pressesprecher am Landratsamt bestätigte. Im Internet ist das Video aber immer noch aufgeführt.

"Universelles Leben" forderte, dass das Video komplett aus dem Fundus des Landkreis-Medienzentrums genommen wird, denn die Gruppe fühle sich "in dem von Sekten-Anwalt Dr. Christian Sailer als `Hetzfilm´ bezeichneten Filmbeitrag verunglimpft", wie der Anzeiger schreibt. Dieser Antrag wurde aber vom Verwaltungsgericht abgelehnt.

Rubriklistenbild: © dpa

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